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Das Gebot “Ihr sollt auf seinen Wegen wandeln” (Deuteronomium 28,9) ist ein besonderes Gebot der Tora. Es ruft den Menschen dazu auf, seinem Schöpfer nachzueifern, wie Maimonides erklärt: “Er hat uns geboten, Ihm, gepriesen sei Er, nach besten Kräften nachzueifern.”

Wie kann man Gott nacheifern? Indem man sich die Charaktereigenschaften des Heiligen, gepriesen sei Er, aneignet: “Wie der Heilige, gepriesen sei Er, gnädig genannt wird, so sollt auch ihr gnädig sein; wie der Heilige, gepriesen sei Er, barmherzig genannt wird, so sollt auch ihr barmherzig sein.” Dies sind die Eigenschaften, die sich in Taten der Güte, der Barmherzigkeit, der Nächstenliebe und der Hilfe für die Armen und Bedürftigen zeigen.

Obwohl “Ihr sollt in seinen Wegen wandeln” nicht zu den sieben ausdrücklich verpflichtenden Geboten der Noachidischen Kirche gehört, ist es für sie eine bedeutsame Pflicht. Taten wie Güte, Krankenbesuche und die Beistandschaft für Trauernde erhalten durch dieses Gebot eine tiefere Bedeutung. Sie werden so zu mehr als bloßen guten Taten; sie werden zu einem Weg der Selbstverleugnung, auf dem wir unser Ego zurückstellen, um uns dem Willen des Schöpfers anzupassen und somit in seinen Wegen zu wandeln.

Das Gebot “Ihr sollt in seinen Wegen wandeln” lehrt, dass Freundlichkeit nicht nur eine menschliche Pflicht ist, sondern ein Weg, dem Schöpfer nachzueifern. Indem man in seinen Wegen wandelt, lernt man, Gutes zu tun. Dadurch erfüllt man den höchsten Zweck seiner Schöpfung: an der Vervollkommnung der Welt mitzuwirken und Gottes Ehre zu mehren.

Gott, dessen Größe und Unendlichkeit für den Menschen unbegreiflich sind, schenkt jedem die Möglichkeit, ihm nachzueifern und seinen Weg zu gehen. Im Vorfeld von Rosch Haschana, dem Fest, an dem alle Geschöpfe für ihre Taten gerichtet werden, wird die tiefe Bedeutung unseres Handelns deutlich. Indem wir mehr Gutes und Freundliches tun, können wir zu einem guten Urteil und einem gesegneten neuen Jahr beitragen.

Von Rabbiner Moshe Bernstein

Quellen:

Maimonides, Sefer Ha Mitzvot, Mitzvah 8.

Deuteronomium 28:9.

Likutei Sichos, Bd. 34, Seite 153.



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