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In der Parascha Wajera sitzt Abraham am Eingang seines Zeltes, als er drei staubige Reisende erblickt, die sich als Engel entpuppen. Er lädt sie ein und bewirtet sie großzügig. Über Abraham heißt es: “Denn ich kenne ihn, dass er seinen Kindern und seinem Haus nach ihm gebieten wird, den Weg des Herrn zu bewahren, Gerechtigkeit und Recht zu üben” (Genesis 18,19). Aus diesem Vers leiten die Weisen (Ran Sanhedrin 56b) ab, dass die Nachkommen Noahs verpflichtet sind, Güte und Freundlichkeit zu üben, einschließlich Nächstenliebe.
Dies etabliert Nächstenliebe und Gerechtigkeit als Gottes Weg, der von der gesamten Menschheit geteilt wird. Dieser Vers lehrt, dass Gottes Auserwählung und Liebe zu Abraham nicht nur auf dessen guten Taten beruhte, sondern auch darauf, dass es ihm am Herzen lag, Gottes universelle Werte an zukünftige Generationen weiterzugeben. Diese Prinzipien bilden den moralischen und praktischen Kern, der von der gesamten Menschheit gefordert wird.
Der gesamte Abschnitt von Vayera ist von Akten der Güte geprägt (Krankenbesuche, Gastfreundschaft). Abraham wurde deshalb auserwählt, weil er seinen Haushalt nach Gottes Geboten führte, die sowohl Nächstenliebe als auch Gerechtigkeit umfassen. Obwohl Zedaka nicht zu den Sieben Noachidischen Geboten gehört, sollten Noachiden dennoch nach Gottes Geboten wandeln und moralische Verpflichtungen erfüllen, wie Krankenbesuche, Trost für Trauernde, die Versorgung Bedürftiger mit Nahrung und Obdach sowie andere nicht-monetäre Taten wie Grüßen, ermutigende und tröstende Worte für Bedürftige und aktives Zuhören.
Wer nach der Wahrheit richtet, gilt als Partner Gottes im Schöpfungsakt. Warum? Weil Gott die Welt erschaffen hat, um erhalten und vollendet zu werden. Der gerechte Richter bewahrt die Welt vor Zerstörung. Er erfüllt Gottes Willen, eine gerechte Welt zu schaffen. Das Endurteil über die Generation der Sintflut basierte auf Diebstahl und Gewalt. Daraus verstehen wir, dass ein Mangel an Gerechtigkeit Zerstörung verursacht und dass Gerechtigkeit grundlegend für das Dasein ist.
“‘Nächstenliebe üben und Gerechtigkeit üben” umfasst sowohl die noachidische Verpflichtung, ein System der Gerechtigkeit (Dinim) zu errichten, als auch die Bedeutung des Gebens von Nächstenliebe. In Zeiten der Instabilität ist es entscheidend, die besondere Tugend der Nächstenliebe und des gerechten Urteils zu leben. Beides kann uns vor zukünftigem Schaden schützen und unser aller spirituelles Wohlbefinden bewahren.
Quellen: Sanhedrin 57b; Tur Choshen Mishpat 1:2; Genesis 18 1-8. Ran Sanhedrin 56b. Sheva Mitzvot Hashem von Rabbi Moshe Wiener, Teil 3, Kapitel 17.
Von Rabbiner Moshe Bernstein
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