Der Regen fiel in dicken Tropfen herab.

Auf der Straße und auf dem Feld bildeten sich große Pfützen.

Gaby und Xavi wollten heute eigentlich zusammen draußen spielen.

Gabys Mutter wollte aber nicht im Regen Fahrrad fahren.

Nun war Xavi allein.

Drinnen, im Wohnzimmer, langweilte er sich.

Mama, möchtest du spielen?

Später, Xavi, muss ich…

Papa, möchtest du spielen?

Bald muss ich Xavi…

Sogar Bobo, der Hund, und Simka, die Katze, wollten nicht spielen.

Bobo schlief in seinem Korb.

Simka lag auf dem Fensterbrett.

Xavi stellte sich gelangweilt vor das Fensterbrett.

Er schaute aus dem Fenster.

Regentropfen rollten am Fenster herab.

„Die Tropfen spielen Fangen“, dachte Xavi.

Er verfolgte die beiden dicken Tropfen mit den Augen.

Wer würde gewinnen?

Ein Tropfen rollte hart und stieß gegen den anderen, und dann….

Hey, dachte Xavi, jetzt gibt es nur noch einen.

Er schaute sich die anderen Tropfen an, und jedes Mal “fraß” ein Tropfen den anderen auf.

Oma kam mit ihren Gummistiefeln ins Zimmer.

„Oma“, fragte Xavi, „kleben die ganzen Wassertropfen zusammen?“ Oma schaute aus dem Fenster.

Ja, Wassertropfen wollen größer werden. Sie wollen ein einziger großer Wassertropfen sein.

Oma, warum trägst du deine Gummistiefel? Ich wollte nach draußen gehen, kommst du mit?

Xavi bekam ein wenig Angst.

Es ist noch gar nicht so lange her, da ist er im Pool untergegangen.

Das ganze Wasser um ihn herum war nicht schön.

Es hatte ihn erschreckt.

Er hatte Angst, keine Luft mehr zu bekommen.

Nein, Schwimmen mochte Xavi nicht besonders.

Was wäre, wenn all diese Regentropfen zu einem einzigen großen Tropfen verschmelzen würden?.

Was wäre, wenn er draußen nicht atmen könnte?.

Oma verstand, was Xavi dachte. Nein, die Welt da draußen wird nicht zu einem einzigen großen Wassertropfen schrumpfen.

Als Gott die Welt erschuf, gab es viel Wasser. Wasser oben und Wasser unten. Wie Wassertropfen bildeten sie einen einzigen großen Tropfen. Doch Gott trennte das Wasser voneinander. So erschuf er die Luft. Luft zum Atmen für uns Menschen. Luft zum Gehen, Luft zum Spielen. Xavi fand das sehr klug von Gott. Denn den ganzen Tag wie ein Fisch schwimmen zu müssen, das schien ihm nicht so angenehm.

Inzwischen war es trocken geworden. Die Pfützen glitzerten in der Sonne. Er wollte darin planschen.

Können wir das machen, Oma?

Klar, Xavi, komm und zieh deine Stiefel an.

Und gemeinsam gingen sie zur Tür hinaus.,

in die schöne, saubere, gewaschene Welt.


Geschichte von Angelique Sijbolts
Ausmalbild erstellt von Judith
Mp4 Niederländisch: Gesprochen von Efraim van der Vennen

MP4 Englisch: Gesprochen von Kimberley

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