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Der erste Vers der Tora lautet: “Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde” (Genesis 1,1). Er verdeutlicht die tiefe Verbundenheit des jüdischen Volkes mit dem Land Israel und unterstreicht, dass diese auf dem Glauben an den Schöpfer beruht. Die Tora ist in erster Linie ein Buch mit Anweisungen für das jüdische Volk. Logischerweise hätte sie mit dem ersten Gebot beginnen müssen, das ihnen gegeben wurde: der Heiligung des neuen Monats. Raschi wirft in seinem Kommentar genau diese Frage auf und gibt die Antwort darauf.

Die Tora beginnt mit der Schöpfungsgeschichte, um den Völkern der Welt, die eines Tages behaupten könnten: “Ihr seid Räuber! Ihr habt das Land der sieben Nationen widerrechtlich erobert”, eine entscheidende Antwort zu geben. Die jüdische Antwort, die auf dem Anfang der Tora basiert, lautet: Die ganze Erde gehört dem Heiligen, gepriesen sei Er. Er hat sie erschaffen und sie gegeben, wem Er es für richtig hielt. Durch Seinen Willen hat Er sie uns gegeben.

Nachdem dem jüdischen Volk das Land Israel gegeben wurde, erlangte es einen einzigartigen spirituellen Status, den es niemals verlassen kann. Das Land Israel unterscheidet sich grundlegend von allen anderen Ländern. Die Notwendigkeit, die Tora mit der Schöpfungsgeschichte zu beginnen, unterstreicht eine zentrale Wahrheit, die sowohl für Juden als auch für die Nachkommen Noahs von entscheidender Bedeutung ist.

Die einleitenden Worte “Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde” bekräftigen sofort, dass Gott der uneingeschränkte Besitzer des gesamten Universums ist. Er setzte nicht bloß einen natürlichen Prozess in Gang; er ist der Ursprung allen Seins. Indem die Tora Gottes Schöpfung bekräftigt, verbietet sie es, der “Natur” oder der physischen Welt irgendeine eigenständige Bedeutung oder Autorität zuzuschreiben. Nichts existiert außerhalb des Willens des Schöpfers. Die physische Realität, einschließlich der Landverteilung, ist vollständig dem göttlichen Gebot untergeordnet. Das Eigentum am Land unterliegt daher nicht zeitlich begrenzten menschlichen Gesetzen oder internationalen Verträgen, sondern dem ewigen, göttlichen Beschluss.

Die Eröffnung der Tora dient als universelle Erklärung für die gesamte Menschheit, dass der Glaube an den einen Gott eine Grundlage göttlicher Ordnung bildet, die mit der physischen Welt in Verbindung steht. Die Schöpfungsgeschichte erklärt die ewige Verbindung zwischen dem Schöpfer, dem Land und dem Volk Israel, die alle im unbedingten Glauben an den Schöpfer allen Seins wurzeln.

Von Rabbiner Moshe Bernstein

Quelle: Genesis 1:1. Likkutei Sichos Vol. 5 Seite 1.




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