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Ziel dieses Kurses ist es, den Zusammenhang zwischen den Kindern Noahs und Chanukka zu erläutern. Es wird eine kurze Zusammenfassung der Geschichte gegeben und die praktische Bedeutung des Feiertags für Nichtjuden aufgezeigt.
Die Beziehung zwischen Nichtjuden und dem jüdischen Feiertag Chanukka
Um dieses Thema genauer zu untersuchen, werden wir es in zwei Teile gliedern:
- Die Geschichte von Chanukka: Eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Elemente des Feiertags.
- Das Verhältnis zu Nichtjuden: Dürfen auch Nichtjuden Chanukka feiern? Wenn ja, wie?
Teil 1: Was ist Chanukka?
Die Geschichte von Chanukka spielt um 138–139 v. Chr., als die Griechen das Land Israel beherrschten. Sie verboten den jüdischen Gottesdienst im Tempel und untersagten das Judentum gänzlich. Eine kleine Gruppe von Juden, die Makkabäer, rebellierte gegen das mächtige griechische Heer. Obwohl sie zahlenmäßig unterlegen und schlecht ausgerüstet waren, errangen sie mit Gottes Hilfe einen militärischen Sieg und befreiten Israel von der griechischen Herrschaft.
Als die Juden den Tempel zurückeroberten, fanden sie ihn entweiht und voller Götzenbilder vor, die die Griechen dort aufgestellt hatten. Sie reinigten den Tempel und versuchten, den Gottesdienst wieder aufzunehmen, einschließlich des Anzündens der Menora (des siebenarmigen Leuchters).
Das Wunder des Öls:
Die Menora musste mit reinem Olivenöl angezündet werden, doch das gesamte Öl war von den Griechen verunreinigt worden. Nur ein kleiner Krug mit reinem Öl war zu finden, ausreichend für einen Tag. Wie durch ein Wunder brannte er acht Tage lang – genug Zeit, um neues reines Öl herzustellen.
Die Etablierung von Chanukka:
Im darauffolgenden Jahr beschlossen die jüdischen Weisen, dass diese Wunder jährlich gefeiert werden sollten. Wir feiern Chanukka, indem wir acht Tage lang Kerzen anzünden und die Anzahl jeden Abend erhöhen (an einem speziellen achtarmigen Leuchter, dem Chanukkia). Besondere Segenssprüche werden gesprochen, und das Fest ist geprägt von Freude und besonderen Bräuchen, wie dem Verzehr von frittierten Speisen (z. B. Latkes und Sufganiyot) und manchmal auch von Milchprodukten.
Zusammenfassend lässt sich sagen:, Chanukka feiert zwei Wunder:
- Der militärische Sieg der Juden über die Griechen.
- Das Wunder, dass das Öl acht Tage lang wirkte.
Teil 2: Wie gestaltet sich das Verhältnis zu Nichtjuden?
1. Verpflichtung:
Nichtjuden sind nicht verpflichtet, Chanukka zu feiern. Dieses Fest beruht auf einer rabbinischen Verordnung und ist kein Gebot der Tora. Nichtjuden müssen rabbinischen Verordnungen nicht folgen.
2. Freiwillige Teilnahme:
Auch Nichtjuden können Chanukka feiern, wenn sie möchten. Sie können beispielsweise die Kerzen an einer Chanukkia anzünden. Dies sollte nach den geltenden Regeln geschehen: am ersten Abend eine Kerze, am zweiten Abend zwei und so weiter.
3. Einschränkungen:
Nichtjuden sollten die Segenssprüche, die beim Anzünden der Kerzen gesprochen werden, nicht rezitieren. Diese Segenssprüche besagen, dass Gott uns (den Juden) geboten hat, die Chanukka-Kerzen anzuzünden. Da dieses Gebot für Nichtjuden nicht gilt, wäre das Sprechen dieser Segenssprüche unangemessen.
Teil 3: Die Botschaft von Chanukka
Chanukka enthält universelle Botschaften, die sowohl für Juden als auch für Nichtjuden bedeutsam sein können:
- Wachstum im Dienstleistungsbereich:
Jeden Tag zünden wir eine weitere Kerze an. Das lehrt uns, in unserem Dienst für Gott stetig zu wachsen. Selbst wenn das, was du gestern getan hast, “gut genug” war, solltest du heute danach streben, mehr zu tun. - Der Sieg des Lichts über die Dunkelheit:
Chanukka betont, dass Licht, Güte und Frömmigkeit stets über Dunkelheit und spirituelle Unterdrückung triumphieren. Die Griechen lehnten intellektuelle Weisheit nicht unbedingt ab (sie schätzten die Tora als intellektuelles Dokument), aber sie verwarfen die Vorstellung, die Tora sei göttlich. Sie wollten Gott vom Wissen trennen. Chanukka lehrt, dass wahre Weisheit und Frömmigkeit untrennbar miteinander verbunden sind.
Schlussfolgerung
Chanukka erinnert an die Wunder des militärischen Sieges und des Öls. Nichtjuden sind zwar nicht verpflichtet, Chanukka zu feiern, können aber respektvoll teilnehmen, indem sie Kerzen anzünden, ohne dabei Segenssprüche zu sprechen. Die Lehren von Chanukka – wie das Streben nach persönlichem Wachstum und die Macht des Lichts über die Dunkelheit – sind universell und für jeden von Bedeutung.
Ein üblicher Gruß während Chanukka lautet: “Chag Chanukah Sameach!” (Ich wünsche dir ein frohes Chanukka!) Ganz passiv. Chanukka erinnert uns daran, stets nach mehr Licht, mehr Wachstum und größerer Heiligkeit zu streben.
Vortrag von Rabbi Tuvia Serber
Die obige Darstellung zeigt den gesprochenen Text, der in geschriebenen Text umgewandelt wurde.
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