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In diesem Wochenabschnitt der Tora wird die Bedeutung des Gebets beschrieben. Als Elieser, Abrahams Diener, zum Brunnen außerhalb der Stadt kam, betete er zum Herrn, ihm die Frau Isaaks zu schenken. Sein Gebet wurde erstaunlich schnell erhört: ‘Und es geschah, ehe er ausgeredet hatte; siehe, Rebekka kam heraus.’

Die Tora sagt: ‘Drei antworteten mit dem, was ihr Mund gesagt hatte: Elieser, der Knecht Abrahams, Mose und Salomo.’ Auch über Mose heißt es während des Streits mit Korach: ‘Und als er ausgeredet hatte … tat die Erde ihren Mund auf.’ Ebenso steht über König Salomo bei der Einweihung des Heiligen Tempels geschrieben: ‘Und als Salomo sein Gebet zum Herrn beendet hatte, fiel Feuer vom Himmel herab.’

Dieser Vergleich zwischen Elieser, dem Diener, und den Gerechten dieser Welt wie Mose und Salomo wirft Fragen auf – wie kann sein Gebet mit dem von Mose, unserem Lehrer, und König Salomo, dem weisesten Mann der Erde, verglichen werden?!
Darüber hinaus sehen wir bei Elieser einen Vorteil gegenüber Mose und Salomo, da deren Gebete erst erhört wurden, nachdem sie ihre Bitte ausgesprochen hatten, wohingegen Elieser Bitte bereits erfüllt wurde, bevor er überhaupt ausgeredet hatte!

Man kann sagen, dass die Geschwindigkeit der Gebetserhörung weniger über den Betenden selbst aussagt, sondern vielmehr über die Bedeutung des Gebetsinhalts und die innere Absicht. Die Tatsache, dass die Gebete von Elieser, Mose und Salomo sofort erhört wurden, verdeutlicht, wie wichtig es für jeden Menschen ist, Gott um seine Bedürfnisse zu bitten.

Obwohl formelle Gebete für Noachiden nicht vorgeschrieben sind, entscheiden sich viele von ihnen für das persönliche Gebet oder den Ausdruck ihrer Dankbarkeit gegenüber Gott. Entscheidend ist die Absicht hinter dem Gebet und der Wunsch, mit dem Göttlichen in Verbindung zu treten. Für Noachiden ist das Gebet und die Verbindung zum Schöpfer eine “logische Pflicht”, es erscheint ihnen selbstverständlich. Dies kann ihre Hingabe an den Dienst an Gott vertiefen.

Der dritte Heilige Tempel wird im messianischen Zeitalter ein Haus des Gebets für alle Nationen sein, wie es in Jesaja 56,7 geschrieben steht.
“Ich werde sie zu meinem heiligen Berg bringen und sie in meinem Bethaus erfreuen; ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen auf meinem Altar wohlgefällig sein; denn mein Haus soll ein Bethaus für alle Völker heißen.”

Von Rabbiner Moshe Bernstein

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