“Und er träumte – und siehe – eine Leiter stand auf der Erde, und ihre Spitze reichte bis zum Himmel.” (1. Mose 28,12)

Jemand fragte den Gerrer Rebbe, woran die Leiter in Jakobs Traum anlehnte.

Der Rebbe sagte: Tatsächlich wurde die Leiter von nichts auf der Welt gestützt. Die Welt selbst wurde von der Leiter gestützt!

Es gibt drei Szenen, in denen Jakob und Steine vorkommen. Zuerst legt er sich Steine um den Kopf, schläft ein und träumt von einer Himmelsleiter. Dann, als er am Stadtbrunnen seine zukünftige Frau Rachel trifft, liegt ein großer Stein über dem Brunnen, den er jedoch wegrollt. Schließlich errichtet er einen Stein als Denkmal, als er mit seinem Schwiegervater Laban einen Vertrag schließt.

Welche Bedeutung haben Jakob und die Steine?

Rav Shimshon Pinkus sel. A. sagt, Jakob sei der letzte der drei Patriarchen gewesen. Diese werden Avot genannt – wörtlich ”Väter‘. Jakobs zwölf Söhne werden zu den ’Shevatim‘ – den Stämmen. Jakob bildet die Verbindung zwischen den Avot und den Shevatim.

Das hebräische Wort für Stein ist ‘eben’ und wird aus Aleph, Bet und Nun geschrieben. Die ersten beiden Buchstaben, Aleph und Bet, ergeben ‘av’, was Vater bedeutet. Die letzten beiden Buchstaben, Bet und Nun, ergeben ‘ben’, was Sohn bedeutet.

Im Wort ‘even’ (Stein) stecken also Vater und Sohn zugleich. Genau das war Jakob. Er ist das Bindeglied zwischen den Avos (Vätern, Patriarchen) und den Söhnen (den Schevatim/Stämmen!). Das ist ‘even’, und das ist Jakob!

Von Rabbiner Michael Skobac

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