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Es waren einmal zwei Freunde, Tom und Bas, die an einem sonnigen Tag im Garten spielten. Ihre Mutter hatte ihnen eine große Flasche Limonade mitgegeben. Falls sie Durst bekämen, hätten sie genug zu trinken.

Als sie die Flasche öffnen wollten, fingen sie an zu streiten. Sie zankten sich, wer das erste Glas Limonade einschenken sollte. Tom meinte, er müsse es tun, weil seine Mutter ihnen die Flasche geschenkt hatte. Bas hingegen fand, es sei höflich, das erste Glas einzuschenken. So hatte es ihm seine Mutter beigebracht: Erst die Gäste, dann sich selbst.

Während sie stritten, kam eine ältere Nachbarin vorbei und hörte sie. Sie lächelte freundlich und fragte, warum sie sich über das erste Glas Limonade stritten, wo doch noch genug für beide in der Flasche war.

Sie erzählte ihnen eine Geschichte von einem schlauen Pferd, das sie einmal an einem Fluss gesehen hatte. Das Pferd hielt sein Spiegelbild im Wasser für ein anderes Pferd. Es wollte nicht, dass das andere Pferd trank, weil es befürchtete, der Fluss würde nicht genug Wasser führen. Gierig wie es war, jagte es das andere Pferd fort und wollte nicht teilen, sondern alles für sich allein. Wie dumm von dem Pferd! Der Fluss brachte immer wieder neues Wasser, mehr, als es jemals trinken konnte.

Tom und Bas sahen sich überrascht an. Ihnen wurde klar, dass sie sich auch ein bisschen albern verhalten hatten. Es gab genug zu trinken, und sie sollten nicht darüber streiten, sondern die Limonade gemeinsam als Freunde genießen. Sie lächelten sich an, schenkten sich jeder ein Glas Limonade ein und tranken sie zusammen. Sie versprachen einander, nie wieder wegen so einer Kleinigkeit zu streiten, denn es war ja genug für alle da. Und so spielten sie vergnügt weiter im Garten, genossen die Sonne und die Gesellschaft des anderen.

Lernziele

1. Teilen macht Freude: Die Geschichte unterstreicht die Bedeutung des Teilens. Tom und Bas streiten sich zunächst darüber, wer das erste Glas Limonade trinken soll, doch sie lernen, dass Teilen mehr Freude bereitet und unnötige Konflikte vermeidet.

2. Vermeide Gier: Die Geschichte warnt vor Gier und Egoismus. Das von Angst und Besitzgier getriebene Verhalten des Pferdes führt zu unnötigem Stress und Konflikten. Tom und Bas erkennen, wie wichtig es ist, egoistische Impulse zu überwinden und anderen gegenüber großzügig zu sein.

Von Angelique Sijbolts


Englisch lesen von Kimberley
Deutsch lesen von Thora bat Noach

Inspiriert von einer Geschichte aus “Chassidische verhalen en hun betekenis” von Rabbi Rami Shapiro

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