בס "ד
EIN GEDANKE ÜBER PARSHAT VAYAKHEL 5785
LEKTIONEN FÜR DIE HEUTIGE WELT
| Und alle, die über besondere Fähigkeiten verfügten, und alle, deren Geist bewegt war, kamen und brachten dem Ewigen eine Opfergabe für den Betrieb des Zeltes der Begegnung und für all seinen Dienst und für die heiligen Gewänder. | וַיָּבֹ֕אוּ כָּל־אִ֖ישׁ אֲשֶׁר־נְשָׂא֣וֹ לִבּ֑וֹ וְכֹ֡ל אֲשֶׁר֩ נָֽדְבָ֨ה רוּח֜וֹ אֹת֗וֹ הֵ֠בִ֠יאוּ אֶת־תְּרוּמַ֨ת יְ”הֹוָ֜ה לִמְלֶ֨אכֶת אֹ֤הֶל מוֹעֵד֙ וּלְכָל־עֲבֹ֣דָת֔וֹ וּלְבִגְדֵ֖י הַקֹּֽדֶשׁ | |
| Männer und Frauen, alle, deren Herzen sie bewegten, alle, die Haschem ein Opfer aus Gold darbringen wollten, kamen und brachten Broschen, Ohrringe, Ringe und Anhänger – Goldgegenstände aller Art. | וַיָּבֹ֥אוּ הָֽאֲנָשִׁ֖ים עַל־הַנָּשִׁ֑ים כֹּ֣ל | נְדִ֣יב לֵ֗ב הֵ֠בִ֠יאוּ חָ֣ח וָנֶ֜זֶם וְטַבַּ֤עַת וְכוּמָז֙ כָּל־כְּלִ֣י זָהָ֔ב וְכָל־אִ֕ישׁ אֲשֶׁ֥ר הֵנִ֛יף תְּנוּפַ֥ת זָהָ֖ב לַֽי”הֹוָֽה |
Mose versammelte das gesamte jüdische Volk zu einem heiligen Augenblick, um ihnen eine neue und besondere Anweisung über den Bau der Stiftshütte zu geben, der Wohnstätte für Gottes Gegenwart unter ihnen.
Die Menschen hatten sich versammelt, eine bunte Mischung, jeder mit seinen eigenen Beweggründen. Einige verstanden die Bedeutung des Projekts und trugen nachdenklich bei, indem sie gaben, was sie entbehren konnten. Andere ließen sich von der Begeisterung für das große Vorhaben mitreißen und spendeten großzügig, manchmal über ihre Verhältnisse hinaus, ohne an ihre eigenen Grenzen zu denken.
Gott blickte mit Liebe auf sie alle, denn alles, was sie gaben, gaben sie aus Hingabe. Bemerkenswerterweise erwähnt die Heilige Schrift jedoch zuerst diejenigen, die ohne Zögern gaben, diejenigen, die am leichtesten auf das verzichten konnten, was ihnen am wertvollsten war. Dies lehrt uns, dass wir, wenn wir Gott etwas geben, das darbringen müssen, was uns wirklich am Herzen liegt.
Für die Frauen gehörte ihr Schmuck zu ihren wertvollsten Besitztümern. Sie hatten sich geweigert, ihn für das goldene Kalb herzugeben und die Männer so gezwungen, ihren eigenen Schmuck abzugeben. Doch nun boten sie ihn bereitwillig und freudig an.
Warum werden diese Schmuckstücke in der Heiligen Schrift explizit erwähnt? Es hätte doch einfach heißen können, dass die Frauen ihren Schmuck gaben. Dies unterstreicht eine wichtige Wahrheit: Jeder Mensch hat Gott etwas Einzigartiges zu geben. Meine Gabe ist nicht dieselbe wie deine, und in Gottes Augen ist keine Gabe größer oder kleiner – jede ist kostbar.
Jahrhunderte später zogen einige Menschen tiefere Lehren aus den von Ibn Ezra erwähnten Schmuckstücken. Während Ibn Ezra lediglich jedes Schmuckstück und dessen Trageort – die Ohrringe an den Ohren, die Nasenringe, die Fingerringe und die Armreifen – identifizierte, entdeckten spätere Denker Symbolik in diesen Gegenständen. Sie deuteten, dass der Schmuck wichtige Lektionen für Eltern, Erzieher und Mentoren symbolisieren könnte.
- Ohrringe erinnern uns daran, wie wichtig es ist, Lehren und Weisheit zuzuhören.
- Nasenringe symbolisieren die Notwendigkeit, bei der Auswahl guter Einflüsse wählerisch zu sein, sei es in persönlichen oder digitalen Beziehungen.
- Fingerringe symbolisieren die sanfte Führung, die nötig ist, um andere auf den richtigen Weg zu leiten.
- Armbänder unterstreichen die Notwendigkeit von Stärke und Entschlossenheit, um Richtung und Disziplin beizubehalten.
Der Bau der Stiftshütte war zwar ein historisches Ereignis, birgt aber eine zeitlose Botschaft. Es ging nicht nur darum, eine physische Behausung für Gott zu errichten, sondern darum, eine Umgebung zu schaffen, in der seine Gegenwart spürbar und seine Werte gelebt werden können.
Auch heute müssen wir mit demselben Engagement eine Welt gestalten, in der Gott wohnen kann. Das bedeutet, unsere Kinder mit Liebe, Respekt und Werten zu erziehen, die sie befähigen, sich selbst und anderen zu dienen. Wir müssen eine Gesellschaft fördern, in der niemand zurückgelassen wird, in der jeder die Möglichkeit hat, sich zu entfalten und sein volles Potenzial auszuschöpfen.
Durch unsere gemeinsamen Anstrengungen können wir Gottes Gegenwart in unserer Welt stärken und eine Quelle der Inspiration und Hoffnung für kommende Generationen sein.
Wie können wir heute zu einer Welt beitragen, in der die Gegenwart Gottes wirklich spürbar ist? Indem wir Heiligkeit in unser Leben bringen und so den ultimativen Zweck der Schöpfung erfüllen: das Göttliche in der physischen Welt zu manifestieren.
Von Angelique Sijbolts
Mit Dank an Rabbi Tuvia Serber für sein Feedback
Quellen
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