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Ki Tavo: “Und ihr sollt euch freuen über all das Gute, das der HERR, euer Gott, euch gegeben hat” (Deuteronomium 26,11).

“Dient dem Herrn mit Freude!” Dieser Grundsatz gilt jederzeit und überall und trifft auch auf Noachiden zu. Er wird auch im Wochenabschnitt Ki Tavo der Tora erwähnt, wo es heißt, man solle “dem Herrn, eurem Gott, mit Freude und gutem Herzen dienen” (5. Mose 28,47).

Obwohl alle Gebote mit Freude befolgt werden sollen, betont die Tora bei einigen Geboten die Bedeutung der Freude stärker als bei anderen. Ein solches jüdisches Gebot ist das Bringen der Erstlingsfrüchte, mit dem der Wochenabschnitt der Tora dieser Woche beginnt. Die Tora beschreibt es mit den Worten: “Und ihr sollt euch freuen über alles Gute, das der Herr, euer Gott, euch gegeben hat.” Noachiden sind nicht verpflichtet, die Erstlingsfrüchte zum Heiligen Tempel in Jerusalem zu bringen. Dennoch hat dieses Gebot für sie eine tiefe Bedeutung: die besten Mittel, die man besitzt, in den Dienst Gottes zu stellen.

Was lehrt uns das Gebot der Erstlingsfrüchte über den Dienst an Gott? Vor allem, voller Lob und Dankbarkeit zu sein. Die Erstlingsfrüchte bedeuten, dass wir unsere besten Ressourcen, insbesondere unsere beste Zeit und Energie, für den Dienst an Gott einsetzen sollen.

Auf persönlicher Ebene spiegelt sich die Idee der Erstlingsfrüchte darin wider, dass man den Beginn des Tages dem Lobpreis und Dank an den Herrn widmet. Beim Erwachen am Morgen spricht man: “Modeh Ani”, weil er einem nach dem Schlaf die Seele zurückgegeben hat. Unmittelbar danach betet man. Dann wendet man sich den Aufgaben des Tages zu. All dies ist von tiefer Freude begleitet. Nicht nur Freude über persönlichen Erfolg oder Segen. Die Freude ist allumfassend und allumfassend – “Und freut euch über alles Gute” – Freude über das Wesen unserer Existenz, darüber, dass wir es verdient haben, unserem Schöpfer zu dienen. Diese Freude durchdringt alle Aspekte des täglichen Lebens, all unser Tun und Handeln.

Dankbarkeit war auch für die Noachiden ein zentrales Thema. Die zugrundeliegenden Themen Freude, Wertschätzung und Gutes tun sind eng mit den sieben Noachidischen Geboten verbunden. Für Noachiden bedeutet freudiges Dienen Gottes, sich ihrer besonderen Rolle in der Schöpfung bewusst zu sein. Die sieben Noachidischen Gebote bilden einen moralischen Rahmen, der ihr Handeln so leitet, dass es Gott ehrt. Nach jeder guten Tat oder Freundlichkeit, die gemäß diesen Geboten vollbracht wurde, kann ein Noachid Gott für seine Führung und Unterstützung danken. Insbesondere das Gebot, freudig zu dienen, spiegelt die Vorstellung wider, dass das Bewusstsein der eigenen Stellung als Diener Gottes eine Quelle der Freude sein sollte.

Von Rabbiner Moshe Bernstein

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