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Der Toraabschnitt Parascha Pekudei beschreibt die Stiftshütte, die als “Zeugnis” diente. Wörtlich bedeutet “eidut” Zeugnis, aber auch Juwel (edi). Dieser doppelte Begriff birgt eine tiefe Bedeutung: Die Stiftshütte war der Beweis dafür, dass Gott dem jüdischen Volk die Sünde der Anbetung des Goldenen Kalbs vergeben hatte. Sie war ein Symbol der Versöhnung und Erneuerung, und darüber hinaus erhielten sie ein wertvolles Geschenk: die Stiftshütte, in der sich die göttliche Gegenwart (Schechina) offenbarte.

Das hebräische Wort für “Zeugnis” (eidut) ist sprachlich mit “Schmuck” (edi) verwandt, welches die spirituellen Kronen bezeichnet, die das jüdische Volk empfing, als Gott ihnen am Berg Sinai die Tora gab. Nach dem Vorfall mit dem Goldenen Kalb verloren sie diese Kronen, die die Reinheit von der Bosheit der Urschlange symbolisierten. Die Stiftshütte stellte einen Weg dar, diese verlorene spirituelle Erhebung, die sie am Berg Sinai erfahren hatten, wiederzuerlangen. Sie war ein göttliches Geschenk, das es ihnen ermöglichte, die Verbindung zu Gott und die Nähe zu ihm wiederherzustellen, die sie einst bei der Offenbarung der Tora besessen hatten.

Nach ihrer Fertigstellung wurde die Stiftshütte zum Ort der Gegenwart Gottes unter ihnen, ein Zeichen dafür, dass sie sich vom Tiefpunkt zu einer neuen spirituellen Höhe erhoben hatten. Der Tiefpunkt wurde zum Wendepunkt. Selbst nach dem tiefsten Versagen ist die Rückkehr zu einer außergewöhnlichen Buße und Nähe zu Gott möglich. Die Stiftshütte bedeutete nicht nur die Wiederherstellung ihres vorherigen Zustands – sie erhob sie darüber hinaus, da sie nun aktiv zusammenarbeiteten, um einen Ort der Gegenwart Gottes zu schaffen, etwas, das sie am Sinai nicht getan hatten.

Diese Botschaft gilt für Juden wie für Noachiden. So wie die Stiftshütte einen Weg zur spirituellen Erholung bot, kann auch jeder Mensch sich selbst erheben, indem er sich einen persönlichen Raum des Glaubens, guter Taten und der Verbindung zu Gott schafft. Egal wie tief man aufgrund vergangener Fehler gefallen zu sein glaubt, es besteht immer die Chance, ein noch höheres spirituelles Niveau zu erreichen. Selbst in unseren dunkelsten Stunden schenkt uns Gott Möglichkeiten zur persönlichen Erlösung. Durch Anstrengung und Aufrichtigkeit kann jeder wieder aufstehen und Segen und spirituelle Fülle von oben erfahren.

Quelle: Or HaTorah, Shemot, Bd. 6, S. 2233. Exodus 38:21–39:1

Von Rabbiner Moshe Bernstein

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