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Maimonides' Mischna Tora (Gesetze der Könige 8,10–11) besagt, dass die Tora und ihre Gebote den Juden und Konvertiten gegeben wurden. Andererseits schreibt sie vor, dass die gesamte Menschheit dem universellen Kodex, den Sieben Noachidischen Geboten, folgen soll, da dieser Moses auf dem Berg Sinai offenbart wurde.

Dies wirft eine Frage auf: Wenn diese sieben universellen Gesetze moralisch sind, warum genügt es dann nicht, wenn ein Nichtjude ihnen nach seinem Gewissen oder Verstand folgt? Warum muss ein Nichtjude sie ausdrücklich befolgen, nur weil Gott sie durch Mose am Berg Sinai geboten hat?

Die Antwort liegt in dem tiefgreifenden Wandel, der am Berg Sinai seinen Anfang nahm. Die Tora wurde dem jüdischen Volk gegeben, um die Kluft zwischen der spirituellen und der physischen Welt zu überbrücken und alles Sein zu erheben. Diese gewaltige Aufgabe erfordert die Mitwirkung aller. Es geht nicht nur um gutes Benehmen, sondern darum, dass die gesamte Schöpfung ihr göttliches Wesen widerspiegelt.

Damit dieser universelle Kodex Gottes absolute Macht wahrhaft vermitteln kann, muss er mit der bewussten Absicht befolgt werden, Gottes Willen zu erfüllen. Ohne diese Absicht könnten gute Taten lediglich egoistisch motiviert sein und ihre wahre Kraft verlieren. Wenn sie jedoch im Bewusstsein der Verbindung zum göttlichen Plan ausgeführt werden, erlangt selbst die kleinste gute Tat immense spirituelle Bedeutung.

Obwohl das jüdische Volk den direkten Auftrag der Tora erhalten hat, ist die Zusammenarbeit mit der gesamten Menschheit notwendig, um deren volle Wirkung zu entfalten. Daher haben alle Völker einen aktiven Anteil an der Erfüllung des göttlichen Willens, nämlich der Schaffung einer Wohnstätte für Gott in dieser Welt. Die Zehn Gebote wurden in allen siebzig Sprachen gegeben, um zu zeigen, dass die Offenbarung der Tora am Berg Sinai universelle Bedeutung für alle Menschen hat. Die Annahme der Tora ebnet den Weg, die Kluft zwischen der Menschheit und der unendlichen Größe des Allmächtigen zu überbrücken.

Quellen: Gesetze der Könige 8:10–11. Likkutei Sichot 20:140–141. Likkutei Sichot 4:1094.

Von Rabbiner Moshe Bernstein



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