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Mose erhielt vom Allmächtigen den Auftrag, den Völkern die sieben noachidischen Gebote zu lehren, wie in folgendem Dokument dargelegt: Gesetze von Gesetze der Könige 8:10  des Rambam:

“Moses erhielt vom Allmächtigen den Auftrag, alle Bewohner der Welt dazu zu zwingen, die Gebote anzunehmen, die den Nachkommen Noahs gegeben worden waren.”

Dieses Gebot gilt auch für Noachiden, da es unter das Gebot der Einrichtung von Dinim (einer Rechtsordnung) fällt. Man ist dafür verantwortlich, andere darin anzuleiten, wie sie gemäß den moralischen Gesetzen leben sollen. Die Pflicht besteht darin, dafür zu sorgen, dass andere nicht sündigen. Man ist jedoch nicht dazu verpflichtet, wenn man sein eigenes Leben riskiert oder wenn klar ist, dass die Warnung wirkungslos bleibt.

Die verschiedenen Menschentypen und ihre Reaktionen auf die 7 Noachidischen Gebote

Die Reaktionen auf die Sieben Noachidischen Gebote fallen unterschiedlich aus, je nachdem, wie bereitwillig die Menschen zuhören und sich diesen Geboten öffnen. Oft lassen sich die Reaktionen in vier Kategorien einteilen, von denen jede ihren eigenen Charakter und ihre eigene Herangehensweise hat.

  1. Die neugierige Person
    Diese Person ist aufrichtig neugierig und möchte die Sieben Noachidischen Gebote tiefgründig verstehen. Sie stellt Fragen, weil sie wissen will, warum bestimmte Handlungen ausgeführt oder vermieden werden, und sie strebt danach, diese Prinzipien im eigenen Leben anzuwenden. Sie möchte ein gerechteres und moralischeres Leben führen und eine Beziehung zu Gott aufbauen.
    Wenn Sie mit dieser Person sprechen, geben Sie detaillierte Erklärungen und Beispiele, die die tiefere Bedeutung der Gesetze verdeutlichen und ihre Anwendung im Alltag aufzeigen. Sie könnten beispielsweise erklären, dass Spenden (Zedakah) ist zwar nicht explizit eines der 7 Noachidischen Gebote, steht aber im Einklang mit den Prinzipien der Gerechtigkeit und des Mitgefühls und trägt so zum Aufbau einer fairen und ausgewogenen Gesellschaft bei.
  2. Die abweisende Person
    Diese Person fragt: “Warum tut ihr das?”, und zwar mit einem Tonfall der Ablehnung oder Gleichgültigkeit gegenüber den sieben Noachidischen Geboten. Sie hat kein Interesse daran, diese Gebote zu befolgen, und leugnet möglicherweise sogar die Existenz Gottes, der sie gegeben hat.
    In diesem Fall sind tiefgründige Diskussionen oft sinnlos. Eine kurze und einfache Antwort, wie etwa “Ich befolge die sieben Noachidischen Gebote, weil Gott es gebietet”, genügt häufig. Wichtig ist auch zu verstehen, warum die Person die Gebote ablehnt – manchmal rührt ihr Widerstand von negativen Erfahrungen oder Missverständnissen über Religion her. Man sollte jedoch nicht zu viel Energie in jemanden investieren, der nicht offen für Veränderungen ist.
  3. Der gutmütige Mensch
    Diese Person kennt die sieben Noachidischen Gebote vielleicht nicht vollständig, lebt aber intuitiv nach vielen von ihnen. Sie handelt freundlich, ehrlich und gerecht, oft ohne zu erkennen, dass dieses Handeln mit göttlichen Geboten übereinstimmt. Sobald sie von den Noachidischen Geboten erfährt, wird sie neugierig sein und unbedingt wissen wollen, wie sie diese stärker in ihr Leben integrieren kann.
    Beginnen Sie bei dieser Person mit den Grundlagen. Erklären Sie ihr das fundamentale Prinzip des Glaubens an den einen Gott, der sich eine Beziehung zur Menschheit wünscht, und wie ein gerechtes und moralisches Leben Teil des göttlichen Plans ist. Halten Sie die Erklärung einfach und konzentrieren Sie sich darauf, wie die Gesetze Güte und Harmonie in der Welt fördern.
  4. Die ahnungslose Person
    Diese Person hat sich nie eingehend mit Glaubens- oder Moralfragen auseinandergesetzt. Sie lebt nach ihrem eigenen, von persönlichen Erfahrungen und Gewohnheiten geprägten Rechts- und Unrechtsempfinden. Möglicherweise versteht sie nicht, warum die sieben Noachidischen Gebote wichtig sind oder warum sie diese befolgen sollte.
    Wenn Sie mit dieser Person ins Gespräch kommen, beginnen Sie damit, einfache Gedanken über Gott und moralisches Verhalten zu vermitteln. Sie könnten erklären, dass Gott alles erschaffen hat und sich wünscht, dass die Menschen gerecht leben und andere mit Freundlichkeit und Respekt behandeln. Die Vorstellung, dass ihre Handlungen einem höheren Zweck dienen, kann ihnen helfen, sich zu öffnen. Sollte die Person dem Glauben gegenüber gleichgültig sein, nähern Sie sich ihr behutsam, zeigen Sie Geduld und leben Sie ihr etwas vor. Mit der Zeit wird sie vielleicht erkennen, wie ein Leben nach diesen Prinzipien zu mehr Erfüllung und Sinn führt.

Schlussfolgerung

Die Vermittlung der Sieben Noachidischen Gebote ist eine wichtige Aufgabe, um andere zu einem gerechten und moralischen Leben zu führen. Dazu ist es notwendig zu verstehen, wie unterschiedlich Menschen auf diese Gebote reagieren. Ob jemand aus echtem Interesse, ablehnend, von Natur aus gutmütig oder mit diesen Prinzipien nicht vertraut ist – es ist unerlässlich, ihm mit Geduld, Weisheit und Mitgefühl zu begegnen. Unser Ziel ist es, die Welt gerechter und harmonischer zu gestalten, indem wir alle dazu ermutigen, die von Gott gegebenen Gebote zu befolgen.

Von Angelique Sijbolts
Mit Dank an Rabbi Tani Burton für sein Feedback

Siehe auch den Blog:

BNEI NOACH UND AUSSENANLEITUNG

DIE 7 GESETZE NOAHS FÖRDERN: SIND SIE EINE VORAUSSETZUNG FÜR NOAHIDIEN?




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