Es gab einmal einen Streit zwischen einem Ehepaar über den Namen ihres kleinen Sohnes. Der Mann wollte das Kind nach seinem Vater benennen, der erst wenige Monate zuvor verstorben war. Seine Frau war jedoch dagegen. Ein Nachbar hatte ein Kind mit demselben Namen, das sehr jung gestorben war. Sie befürchtete, der Name könnte Unglück bringen.
Der Ehemann versuchte zu erklären, dass sie ihr Kind durch die Namensgebung in keine Gefahr bringen würden. Im Gegenteil, es Das Gegenteil wäre der Fall. Das Gebot, den Vater zu ehren, indem man das Kind nach ihm benennt, würde dem Kind nur helfen. Doch seine Frau war nicht überzeugt.
Sie beschlossen, Rav Shlomo Zalman Auerbach aufzusuchen und seinen Rat einzuholen. Nachdem er beide Seiten angehört hatte, sagte der Rabbiner: “Benennt euer Kind nicht nach eurem Vater. Nicht, weil es Unglück bringt. Sondern weil es, wenn euer Kind denselben Namen trägt wie das verstorbene Kind eures Nachbarn, jedes Mal, wenn ihr den Namen eures Kindes in seiner Gegenwart aussprecht, an sein Kind denken und ihm Schmerz zufügen wird. Das Schlimmste, was ihr tun könnt, ist, anderen Schmerz zuzufügen.” (aus “Living Emunah”)
Rav Auerbach war sehr feinfühlig. Er dachte über Dinge nach, die anderen vielleicht entgangen waren. Ich traf mich 1980 während meines Studiums in Jerusalem mit R' Shlomo Zalman sel. A., um einige heikle Themen zu besprechen. Ich befand mich in der Gegenwart eines wahren Giganten.
Von Rabbiner Michael Skobac
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