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Die Tora sagt über Jakob in Micha 7,20: “Du wirst Jakob die Wahrheit geben, die Güte Abrahams, die du unseren Vätern von alters her geschworen hast.” Da die Wahrheit ewig und unveränderlich ist, so ist auch Jakobs Leben ewig. Das bedeutet, dass er nicht nur in der geistigen Welt, sondern auch in dieser Welt, im ewigen Sinne, lebt. Dies ist die Bedeutung der talmudischen Aussage im Traktat Taanit 5,2: “Solange seine Nachkommen leben, so wird er leben.” Jakobs wahres Leben spiegelt sich in seinen Nachkommen wider. Solange seine Kinder seinem Weg folgen, lebt auch sein Leben fort. Auf diese Weise setzt sich Jakobs Leben auch in dieser physischen Welt ewig fort.
Jakobs Leben existiert somit gleichzeitig auf zwei Ebenen: dem Leben seiner Nachkommen auf der natürlichen und der übernatürlichen. Dies ist das Geheimnis der Existenz des jüdischen Volkes – eines Volkes, das in der natürlichen Welt lebt und dessen Existenz selbst ein übernatürliches Wunder ist. Diese Ewigkeit wird sich in der Auferstehung der Toten vollends verwirklichen, wenn ganz Israel sowie die Gerechten unter den Völkern, die die Sieben Gebote Noahs befolgt haben, ewiges Leben empfangen werden. Denn Gott ist ewig und transzendiert die Zeit. Und wer durch die Befolgung seiner Gebote mit ihm verbunden ist, dem wird ebenfalls ewiges Leben zuteil.
Die Erklärung liegt im Verständnis dessen, was Leben ist. Wahres Leben ist ewig. Daher ist allein Gott die Quelle des Lebens, denn Er, der Gepriesene, ist jenseits aller Grenzen und wird deshalb auch ‘Leben’ genannt. Und wer Ihm nahe ist, dem wird ewiges Leben zuteil.
Tatsächlich wurden in unserer Zeit bedeutende Fortschritte im Verständnis der Alterungsmechanismen erzielt, und es scheint, als sei die Verzögerung oder gar das Aufhalten des Alterns näher denn je. Im messianischen Zeitalter wird die Frage der Ewigkeit ihren Höhepunkt erreichen. Die Urschlange brachte die erste Sünde und den Tod in die Welt. Im Zeitalter der Erlösung wird der Fluch des Todes aufgehoben.
Von Rabbiner Moshe Bernstein
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