{"id":24881,"date":"2026-08-14T20:01:52","date_gmt":"2026-08-14T19:01:52","guid":{"rendered":"https:\/\/sukkatshalom-bneinoach.com\/?p=24881"},"modified":"2026-08-26T05:05:07","modified_gmt":"2026-08-26T04:05:07","slug":"parshat-shoftim-who-is-judging-the-judge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sukkatshalom-bneinoach.com\/de\/parshat-shoftim-who-is-judging-the-judge\/","title":{"rendered":"PARSHAT SHOFTIM \u2013 WER RICHTET DEN RICHTER?"},"content":{"rendered":"<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\">\u05d1\u201d\u05d4<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Parascha Schoftim beginnt mit einem Befehl, der an Regierungen und Gerichte gerichtet zu sein scheint: <em>\u201cShoftim v&#039;shotrim titein lecha b&#039;chol she&#039;arecha\u201d<\/em> \u2014 \u201cDu sollst Richter und Beamte in allen Kommunen ernennen.\u201c<br>\u201dEure Tore.\u201c\u00b9 Die Tora warnt dann sofort: \u201e<em>Lo tateh mishpat, lo takir panim, v&#039;lo tikach shochad\u201d <\/em>\u2014 \u201cMan darf die Gerechtigkeit nicht verf\u00e4lschen, keine Bevorzugung zeigen und keine Bestechungsgelder annehmen.\u201d Und das erkl\u00e4rt auch warum: <em>\u201cKi hashochad ye&#039;aver einei chachamim\u201d<\/em> \u2014 \u201cDenn Bestechung verblendet die Augen der Weisen.\u201d\u00b9<br><br>Diese Worte bergen etwas Bemerkenswertes. Die Tora sagt nicht, dass Bestechung t\u00f6richte Menschen verblendet. Sie sagt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><br><br><em>Einei chachamim \u2014 die Augen der Weisen.<\/em><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Mensch kann intelligent, gebildet, aufrichtig und \u00fcberzeugt sein, das Richtige zu tun \u2013 und dennoch blind sein. Das ist vielleicht eine der tiefgr\u00fcndigsten Lehren Schoftims.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">VON RE&#039;EH NACH SHOFTIM<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Parascha der letzten Woche begann: <em>Re'eh<\/em> \u2014 Sieh. \u00d6ffne deine Augen. Sieh den Segen und das Gegenteil. Sieh, was Gott dir vor Augen stellt. Dann kommt Schoftim und scheint hinzuzuf\u00fcgen: Aber sei vorsichtig, denn das Sehen<br>Das reicht nicht aus. Selbst wenn unsere Augen offen sind, kann das, was wir sehen, verzerrt sein.<br><br>Was verzerrt es? <em>Schochad <\/em>\u2014 Bestechung.<br><br>Im einfachsten Sinne bedeutet Schochad, dass ein Richter Geld oder einen Vorteil von einem der Prozessbeteiligten annimmt. Die Tora behandelt dies mit au\u00dferordentlicher Strenge: Ein Richter darf kein Bestechungsgeld annehmen, selbst wenn<br>Er beabsichtigt, gerecht zu urteilen. Das Problem besteht nicht nur darin, dass ein unehrlicher Richter sein Urteil verkaufen k\u00f6nnte. Die Tora versteht die menschliche Natur tiefer: Sobald ich etwas von dir empfange,<br>Meine Beziehung zu Ihnen hat sich ver\u00e4ndert, und vollst\u00e4ndige Objektivit\u00e4t ist nahezu unm\u00f6glich geworden.\u00b2<br><br>Die Weisen nahmen die Ernennung von Richtern genauso ernst. Der Talmud lehrt, dass jeder, der einen ungeeigneten Richter ernennt \u2013 <em>a dayan she&#039;eino hagun <\/em>\u2014 ist, als ob er eine Aschera, einen G\u00f6tzendiener, gepflanzt h\u00e4tte<br>Baum neben dem Altar.\u00b3 Die Ernennung der falschen Person zum Richter ist daher kein geringf\u00fcgiger Verwaltungsfehler. Die Integrit\u00e4t der Gesellschaft h\u00e4ngt von der Integrit\u00e4t derer ab, die sie verwalten.<br>Gerechtigkeit.<br><br>Aber <em>Schochad<\/em> hat eine Bedeutung, die weit \u00fcber den Gerichtssaal hinausgeht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">DIE BESTECHUNG IN UNS<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rabbi Dr. Abraham J. Twerski zitiert eine wichtige Lehre von Rabbi Eliyahu Dessler: Wir alle werden in gewisser Weise bestochen. Nicht unbedingt mit Geldumschl\u00e4gen \u2013 wir werden von unseren eigenen W\u00fcnschen bestochen. Wenn ich mir etwas sehnlichst w\u00fcnsche, finde ich pl\u00f6tzlich viele schl\u00fcssige Argumente, die erkl\u00e4ren, warum es tats\u00e4chlich wahr ist. Wenn ich etwas tun m\u00f6chte, wird mein Verstand erstaunlich kreativ, wenn es darum geht, es zu rechtfertigen. Das ist Rationalisierung. Und das Erschreckende daran ist, dass wir uns oft nicht als L\u00fcgner wahrnehmen. Wir glauben tats\u00e4chlich an unsere eigenen Argumente.\u2074<br><br>Rabbi Twerski erz\u00e4hlt die Geschichte des Zaddik von Apt, der einen Fall urteilte und pl\u00f6tzlich das Gef\u00fchl hatte, seine Objektivit\u00e4t verloren zu haben. Er konnte sich das nicht erkl\u00e4ren und zog sich deshalb aus dem Fall zur\u00fcck. Sp\u00e4ter...<br>Er entdeckte, dass einer der Prozessbeteiligten ihm heimlich Geld in die Kleidung gesteckt hatte. Er hatte nicht einmal gewusst, dass er das Bestechungsgeld erhalten hatte \u2013 und doch hatte sich seine Denkweise bereits zu ver\u00e4ndern begonnen. Wenn ein externer Faktor<br>Rabbi Twerski fragt, wie viel m\u00e4chtiger ist dann erst die Bestechung, die bereits in uns schlummert \u2013 das, was wir so verzweifelt begehren?\u2074<br><br>Unser <em>Schochad<\/em> Es kann um Geld gehen. Aber auch um Ego. Ehre. Wut. Eifersucht. Freundschaft. Angst. Den Wunsch, eine Auseinandersetzung zu gewinnen. Oder einfach die Schwierigkeit, zu sagen: \u201cVielleicht habe ich mich geirrt.\u201d<br><br>Gibt es eine Verteidigung? Ein Chassid fragte einst Rabbi Yisrael von Ruzhin nach einer Richtlinie, um Fehlentscheidungen zu vermeiden. Der Ruzhiner antwortete mit dem Bild eines Seilt\u00e4nzers: Wenn er sich selbst<br>Stark zu einer Seite gezogen, lehnt er sich bewusst etwas zur anderen Seite, um sein Gleichgewicht wiederzuerlangen. Genauso sollten wir, wenn wir uns etwas sehnlichst w\u00fcnschen, innehalten und bewusst fragen:<br>Was spricht dagegen? Nicht etwa, weil jeder Wunsch falsch w\u00e4re, sondern weil wir, sobald wir etwas stark begehren, nicht mehr unparteiische Richter in unserer eigenen Angelegenheit sind.\u2074<br><br>Und pl\u00f6tzlich k\u00f6nnen wir die erste Strophe von Schoftim auf einer ganz anderen Ebene h\u00f6ren. <em>\u201cShoftim v&#039;shotrim titein lecha\u201d<\/em> \u2014 nicht nur: Richter f\u00fcr die Gesellschaft ernennen. Sondern auch:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><br><br><em>Stell einen Richter vor deine eigenen Tore.<\/em><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bevor du \u00fcber andere urteilst und bevor du dich selbst rechtfertigst, frage dich: Was beeinflusst den Richter in mir?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gerechtigkeit ist universell.<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der innere Richter braucht noch immer einen Ma\u00dfstab, der \u00fcber ihn selbst hinausgeht \u2013 und hierin liegt die Botschaft von Shoftim sowohl bei den Juden als auch bei den Bnei Noach.<br><br>F\u00fcr das j\u00fcdische Volk etabliert der Schoftim ein detailliertes Tora-System von Richtern und Gerichten. Der Rebbe erkl\u00e4rt, dass ein j\u00fcdischer Richter eine Mission hat, die weit \u00fcber die Aufrechterhaltung der \u00f6ffentlichen Ordnung hinausgeht. Er zitiert die<br>Rambam beschreibt die Weisen des obersten Tora-Gerichtshofs als \u201cAusleger der m\u00fcndlichen Tora\u201d, \u201cS\u00e4ulen des praktischen Rechts\u201d, von denen das Tora-Gesetz und die Gerechtigkeit auf ganz Israel ausgehen.\u2075 Die j\u00fcdische Gerechtigkeit ist daher an die Tora selbst gebunden.<br><br>Doch die Pflicht zur Gerechtigkeit ist ebenfalls universell. Eines der Sieben Noachidischen Gebote ist Dinim \u2013 die Pflicht, ein System der Gerechtigkeit zu errichten. Der Rambam legt fest, dass die Kinder Noahs verpflichtet sind,<br>Sie ernennen Richter, die ihre Gesetze anwenden und die anderen noachidischen Gebote einhalten.\u2076 Der Rebbe hebt diese Unterscheidung deutlich hervor: Die besondere Rolle j\u00fcdischer Richter umfasst die ihnen anvertraute Weisheit und Auslegung der Tora Schebe&#039;al Peh, doch die grundlegende Verantwortung f\u00fcr die Durchsetzung von Gerechtigkeit obliegt ebenso den Richtern der anderen Nationen.\u2075<br><br>Juden und die Nachkommen Noahs haben unterschiedliche Gebote und unterschiedliche Aufgaben, aber sie teilen ein g\u00f6ttliches Prinzip: Gott w\u00fcnscht sich eine gerechte Welt. Eine Gesellschaft kann sich nicht allein deshalb gerecht nennen, weil sie Gerichte hat. Die Gerichte selbst m\u00fcssen gerecht sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><br><em>Macht kann die Wahrheit nicht bestimmen.<br>Geld kann die Wahrheit nicht kaufen.<br>Freundschaft kann die Wahrheit nicht \u00e4ndern.<br>Und pers\u00f6nliche Interessen d\u00fcrfen nicht dazu verleitet werden, die Wahrheit neu zu definieren.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">ABER GERECHTIGKEIT BRAUCHT AUCH EMPATHIE<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun f\u00fchrt uns der Rebbe noch einen Schritt tiefer. Dieselbe Parascha behandelt die <em>arei mikla<\/em>t, die Zufluchtsst\u00e4dte, und der Rebbe fragt: Warum wurden Richter \u00fcberall dort ernannt, wo Juden lebten, sogar au\u00dferhalb von Eretz Israel, w\u00e4hrend die Zufluchtsst\u00e4dte speziell in Eretz Israel eingerichtet wurden?\u2077<br><br>Er antwortet mit der Lehre von Pirkei Avot: <em>\u201cAl tadin et chaveircha ad shetagia limkomo\u201d<\/em> \u2014 \u201cRichtet nicht \u00fcber euren N\u00e4chsten, bevor ihr an seinem Platz seid.\u201d\u2078 Ein Richter kann nicht distanziert von der Realit\u00e4t eines Menschen dastehen und annehmen, ihn vollst\u00e4ndig zu verstehen. Er muss nicht nur wissen, was dieser Mensch getan hat, sondern auch seine Situation, den Druck, dem er ausgesetzt war, und die Welt, in der er lebte. Richter mussten daher das Umfeld derer verstehen, die vor ihnen standen \u2013 nicht nur die Handlung selbst, sondern die Umst\u00e4nde, die den Menschen dazu gebracht hatten.\u2077<br><br>Hier entdecken wir ein faszinierendes Gleichgewicht. <em>Schochad<\/em> Er lehrt: N\u00e4herkommen ist fehl am Platz \u2013 wenn pers\u00f6nlicher Nutzen dich unzul\u00e4ssigerweise mit einer Seite verbindet, verlierst du deine Objektivit\u00e4t. Aber: \u201cUrteile nicht, bevor du nicht selbst gemessen hast.\u201c<br>\u201dSein Platz\u201c lehrt: Bleibe aber auch nicht zu weit entfernt \u2013 wenn du die Welt eines anderen Menschen nicht verstehen kannst, fehlt deinem Urteil etwas Wesentliches.<br><br>Ein wahrer Tora-Richter ben\u00f6tigt daher zwei Eigenschaften gleichzeitig: Objektivit\u00e4t ohne K\u00e4lte und Empathie ohne Voreingenommenheit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">DER MITTELER REBBE<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Rebbe veranschaulicht dies mit einer bemerkenswerten Geschichte. Einst kam jemand zum Mitteleren Rebbe, Rabbi DovBer von Lubawitsch, und bat ihn um Hilfe, ein besonders erniedrigendes Vergehen wiedergutzumachen. Der Mittelere Rebbe unterbrach daraufhin seine Privataudienzen f\u00fcr einige Zeit. Sp\u00e4ter erkl\u00e4rte er, dass er, bevor er einem anderen Menschen wirklich helfen k\u00f6nne, seinen Fehler zu korrigieren, zun\u00e4chst selbst etwas in sich entdecken m\u00fcsse.<br>Eine analoge Qualit\u00e4t \u2013 selbst wenn sie auf einer unendlich viel feineren Ebene existierte. Nur dann konnte er die Person, die vor ihm stand, wirklich verstehen.\u2077<br><br>Dies ist ein au\u00dfergew\u00f6hnlicher Ma\u00dfstab. Die Tora verbietet uns nicht, jemals zu richten \u2013 der gesamte Wochenabschnitt hei\u00dft \u201eSchoftim\u201c, Richter! Wir m\u00fcssen zwischen Recht und Unrecht unterscheiden. Doch bevor ich verurteile \u2026<br>Ein anderer Mensch \u2013 ich muss mich fragen: Habe ich seinen Standpunkt erreicht? Kann ich in mir selbst eine Spur seines Kampfes erkennen?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">UND DANN KOMMT ELUL<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schoftim wird immer um den Beginn des Monats Elul gelesen. So wie die Zufluchtsstadt einen Zufluchtsort im Raum bot, so bietet Elul, wie der Rebbe lehrt, einen Zufluchtsort in der Zeit: eine Zeitspanne, in der ein Mensch einen Schritt zur\u00fccktreten kann.<br>Er soll sich von den Mustern der Vergangenheit l\u00f6sen, sich selbst pr\u00fcfen und sich einer anderen Zukunft widmen.\u2077<br><br>Nun ergibt die ganze Botschaft Sinn. Im Monat Elul werden wir alle zu Richtern. Aber wen sollen wir zuerst richten?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><br><em>Uns.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Und wenn wir uns selbst beurteilen, gibt uns Schoftim zwei Warnungen mit auf den Weg.<br>Erstens: Vorsicht vor <em>Schochad.<\/em> Lass dich nicht von deinem Ego und deinen W\u00fcnschen einreden, dass alles, was du tust, automatisch richtig sein muss. Hab den Mut zu fragen: Vielleicht irre ich mich ja.<br><br>Zweitens: Lasst euch durch Selbstverurteilung nicht zur Verzweiflung verleiten. Der Zweck der Richter, der Beamten und der Zufluchtsst\u00e4dte ist letztlich nicht Rache, sondern L\u00e4uterung, S\u00fchne und R\u00fcckkehr \u2013 die Erm\u00f6glichung einer<br>Der Mensch, um seine N\u00e4he zu Gott wiederzuerlangen.\u2077 Die Frage des Monats Elul lautet also nicht: \u201cWie schrecklich war ich?\u201d Die Frage lautet: \u201cWo war ich weniger, als ich h\u00e4tte sein k\u00f6nnen \u2013 und wie geht es f\u00fcr mich von hier aus weiter?\u201d<br><br>Diese Botschaft gilt jedem Menschen. F\u00fcr den Juden: um tiefer nach Tora und Geboten zu leben. F\u00fcr den Sohn Noahs: um seine Beziehung zu Gott durch die Sieben Noachidischen Gebote zu vertiefen.<br>Laws und seine Mission, zum Aufbau einer moralischen und gottgef\u00e4lligen Welt beizutragen.<br><br>Und f\u00fcr uns alle:<br><br>Bevor du \u00fcber die Welt urteilst, ernenne einen Richter in dir selbst. <br>Bevor du alles glaubst, was du siehst, frage dich, ob deine Wahrnehmung manipuliert wurde.<br>Bevor man einen anderen Menschen verurteilt, sollte man versuchen, sich in seine Lage zu versetzen.<br>Und wenn du etwas entdeckt hast, das sich \u00e4ndern muss, bleibe nicht in der Vergangenheit gefangen.<br>Begib dich in die Zuflucht des Monats Elul. \u00c4ndere deine Richtung. Und geh voran.<br><br>Dann k\u00f6nnen wir das gro\u00dfe Gebot erf\u00fcllen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><br><em>\u201cTzedek, tzedek tirdof.\u201d<br>\u201cGerechtigkeit, Gerechtigkeit sollst du erstreben.\u201d\u2079<\/em><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht nur Gerechtigkeit vor Gericht. Gerechtigkeit in unseren Gesellschaften. Gerechtigkeit in unseren Beziehungen. Gerechtigkeit in unserem Umgang mit anderen. Und vielleicht am schwierigsten von allem \u2013 Gerechtigkeit in unserem Selbstverst\u00e4ndnis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br><strong>Schabbat Schalom<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Von Rabbinerin Avriel Rabenou<\/strong>, MSc. MBA<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quellen und Anmerkungen<br><\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>1 Devarim 16,18\u201319. Die Anfangsverse der Parascha Schoftim: das Gebot, jemanden zu ernennen <em>shoftim v&#039;shotrim<\/em> und die Verbote, die Rechtsprechung zu verf\u00e4lschen, Bevorzugung zu zeigen und Bestechungsgelder anzunehmen. Siehe auch Raschi zu Devarim 16,19 bez\u00fcglich des Verbots, Bestechungsgelder anzunehmen, selbst um ein wahrheitsgem\u00e4\u00dfes Urteil zu f\u00e4llen.<\/li>\n\n\n\n<li>2 Rabbi Yehoshua Pfeffer, \u201cBestechung, Geschenke und Schmeichelei \u2013 Gesetze zur Bestechung f\u00fcr Richter und dar\u00fcber hinaus\u201d, Dinonline, 7. September 2016. Ausf\u00fchrliche Diskussion von <em>Schochad<\/em>, einschlie\u00dflich monet\u00e4rer und nicht-monet\u00e4rer Vorteile, der psychologischen Wirkung einer Bestechung und der au\u00dfergew\u00f6hnlichen Strenge, mit der die Halacha das Verbot behandelt.<\/li>\n\n\n\n<li>3 Talmud, Sanhedrin 7b (Reisch Lakisch): Wer einen ungeeigneten Richter einsetzt, einen Dayan Sche&#039;eino Hagun, ist, als ob er eine Aschera in Israel pflanzen w\u00fcrde \u2013 abgeleitet aus dem Gegensatz von Deuteronomium 16,18 (Richterernennung) und 16,21 (Verbot, eine Aschera neben dem Altar zu pflanzen). Siehe auch Raschi und Ba&#039;al HaTurim zu Deuteronomium 16,21. Zitiert und erkl\u00e4rt von Rabbi Joshua B. Gordon, Lebenslektionen aus der Parascha: Schoftim.<br>Entwurf f\u00fcr eine g\u00f6ttliche Gesellschaft.<\/li>\n\n\n\n<li>4 Rabbi Dr. Abraham J. Twerski, \u201cThe Search for Truth\u201d, TorahWeb, Parshat Balak, 2010. Basierend auf Rabbi<br>In Eliyahu E. Desslers \u201cMichtav MeEliyahu\u201d (\u201cDie Perspektive der Wahrheit\u201d) entwickelt Rabbi Twerski die Idee, dass pers\u00f6nliche W\u00fcnsche wie eine innere Bestechung wirken und zu Rationalisierung und Selbstt\u00e4uschung f\u00fchren. Die Geschichten des Zaddik von Apt und Rabbi Yisrael von Ruzhin werden dort erw\u00e4hnt. Siehe auch Rabbi Twerskis \u201eH\u00fctet euch vor eurem Verstand!\u201c, TorahWeb, Parascha Schoftim, 2010, wo das Bild des Seilt\u00e4nzers von Ruzhin direkt auf den Monat Elul angewendet wird.<br>und das t\u00e4gliche Cheshbon Hanefesh.<\/li>\n\n\n\n<li>5 Rabbi Menachem M. Schneerson, der Lubawitscher Rebbe, \u201cShoftim: Die Gabe der Gerechtigkeit\u201d, basierend auf Likkutei Sichos, Bd. XXIX, S. 95\u201399. Der Rebbe analysiert die einzigartige Funktion j\u00fcdischer Richter und zitiert Rambam, Hilchot Mamrim, der das Oberste Beit Din als die Ausleger von <em>Torah Shebe&#039;al Peh<\/em> und S\u00e4ulen der praktischen Halacha. Der Rebbe stellt diese einzigartige Rolle der Tora der universellen Verantwortung der Richter der Nationen gegen\u00fcber, f\u00fcr Gerechtigkeit zu sorgen.<\/li>\n\n\n\n<li>6 Rambam, Mischne Tora, Hilchot Melachim U&#039;Milchamot 9:14. Bez\u00fcglich des noachidischen Gebots von <em>Dinim<\/em> und die Verpflichtung, Richter und Gerichte einzusetzen.<\/li>\n\n\n\n<li>7 Rabbi Menachem M. Schneerson, der Lubawitscher Rebbe, Tora-Studien: Schoftim, adaptiert von dem Rebbe<br>Vortr\u00e4ge von Rabbi Jonathan Sacks, Kehot Publication Society (pr\u00e4sentiert auf Chabad.org als \u201cDer Richter und der<br>Der Rebbe stellt Verbindungen zwischen Richtern, Zufluchtsorten und dem Monat Elul her; er erkl\u00e4rt, warum es wichtig ist, das Umfeld des zu beurteilenden Menschen zu verstehen; er erz\u00e4hlt die Geschichte des Mitteler Rebbe und entwickelt das Konzept des Elul als Zufluchtsort in der Zeit.<\/li>\n\n\n\n<li>8 Pirkei Avot 2:4: \u201c<em>Al tadin et chaveircha ad shetagia limkomo<\/em>\u201d\u2014 \u201cRichtet nicht \u00fcber euren N\u00e4chsten, bevor ihr seinen Platz erreicht habt.\u201d<\/li>\n\n\n\n<li>9 Devarim 16:20: \u201cT<em>zedek, tzedek tirdof<\/em>\u201d\u2014 \u201cGerechtigkeit, Gerechtigkeit sollst du verfolgen.\u201d<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00a9 Copyright, alle Rechte vorbehalten. Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, ermutigen wir Sie, ihn weiter zu verbreiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unsere Blogs k\u00f6nnen Texte\/Zitate\/Referenzen\/Links enthalten, die urheberrechtlich gesch\u00fctztes Material von <a href=\"https:\/\/mechon-mamre.org\/index.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Mechon-Mamre.org<\/a>, <a href=\"https:\/\/aish.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Aish.com<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.sefaria.org\/texts\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Sefaria.org<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.chabad.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Chabad.org<\/a>und\/oder <a href=\"https:\/\/asknoah.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">FragNoah.org<\/a>die wir in \u00dcbereinstimmung mit ihren Richtlinien verwenden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u05d1&#8221;\u05d4 Parshat Shoftim begins with a command that seems addressed to governments and courts: \u201cShoftim v\u2019shotrim titein lecha b\u2019chol she\u2019arecha\u201d \u2014 \u201cYou shall appoint judges and officers in allyour gates.\u201d\u00b9 The Torah then immediately warns: \u201cLo tateh mishpat, lo takir panim, v\u2019lo tikach shochad\u201d \u2014 \u201cDo not distort justice, do not show favoritism, and do [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":50,"featured_media":24882,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[32],"tags":[],"class_list":["post-24881","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-parshot-of-the-rabbis"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>PARSHAT SHOFTIM - WHO IS JUDGING THE JUDGE? - Sukkat Shalom B&#039;nei Noach<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"But the obligation of justice is also universal. 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