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Eines der größten Wunder, die den Israeliten beim Auszug aus Ägypten widerfuhren, war die Teilung des Roten Meeres. Dieses Wunder geschah dank Nachschon ben Aminadab, der das Volk zwischen den Ägyptern und dem Meer gefangen sah. Daraufhin opferte er sich selbst und sprang ins Wasser. Ihm folgten andere, und so teilte sich das Rote Meer, sodass das Volk auf trockenem Boden hindurchziehen konnte.

Nachschons Entscheidung, ins Meer zu springen, war aus Tora-Sicht fragwürdig. Der Grundsatz der Unantastbarkeit des menschlichen Lebens ist ein zentraler Wert. Einem Ben Noach ist es nicht erlaubt, sich ins Meer zu stürzen, da dies als Selbstmord gilt. Selbst in größter Not besteht die Pflicht, das Leben zu bewahren, denn jede Minute in dieser Welt ist kostbar. Zudem befand sich Nachschon in der Minderheit gegenüber der Mehrheit des Volkes, die andere Wege bevorzugte (Rückkehr nach Ägypten, Kampf gegen die Ägypter, Gebet). Auf welcher Grundlage erlaubte er sich, einen Selbstmordakt zu begehen und ins Meer zu springen, wenn er nicht wusste, dass das Wunder geschehen und das Meer sich teilen würde?

Nachschons Größe lag darin, dass er nicht an Selbstaufopferung dachte. Sein einziger Gedanke galt Gottes Gebot: “Wenn ihr das Volk aus Ägypten herausgeführt habt, sollt ihr Gott auf diesem Berg dienen.” Aus diesem Vers schloss Nachschon, dass man nach dem Auszug aus Ägypten direkt zum Berg Sinai gehen musste, um die Tora zu empfangen. Dies war Gottes Wille, und alle Verzögerungen auf dem Weg dorthin waren für ihn bedeutungslos und kümmerten ihn nicht.

Nachschon dachte nur an eines: wie er Gottes Willen erfüllen konnte. Ihm war klar, dass die anderen Wege, die ihm das Volk vorschlug, nicht zur Erfüllung seiner Absicht führten. Was war mit dem Meer? Das war Gottes Angelegenheit. Jeder musste seinen Teil beitragen und voranschreiten. Deshalb sprang er ins Meer, und als er seinen Teil getan und mit voller Entschlossenheit Gottes Willen erfüllt hatte, erfüllte Gott seinen Teil und teilte das Meer.

Nachschon lehrt uns eine wichtige Lektion. Niemand muss sich körperlich opfern, doch man muss das Ziel vor Augen haben – Gottes Willen zu erfüllen. Dann erhalten wir unermessliche Hilfe vom Himmel, um unsere Aufgabe zu erfüllen.

Likutei Sichos, Band 1, Seite 135.

Von Rabbiner Moshe Bernstein

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