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Behar 5785
Eine der Lesungen dieser Woche heißt Behar, was “am Berg” bedeutet. Das erste Gebot erklärt die Ruhezeit des Landes im siebten Jahr. Diese Mizwa birgt eine Lehre für jeden von uns. (Basierend auf Likutei Sichot, Band 1, S. 273 und anderen Quellen.).
Parshat Behar: Die Botschaft des Schabbats und des Berges Sinai
Einer der in dieser Woche gelesenen Toraabschnitte heißt Behar, was wörtlich “auf dem Berg” bedeutet und sich auf den Berg Sinai bezieht. Dieser Wochenabschnitt beginnt mit der Einführung eines bestimmten Gebots (Mitzwa), das im Hebräischen als Schmita bekannt ist.
Was ist Shmita?
Das Schmitajahr ist das Gebot, das Land ruhen zu lassen. Die Tora lehrt, dass wir sechs Jahre lang das Land bearbeiten sollen – säen, pflanzen, ernten usw. Im siebten Jahr aber müssen wir das Land ruhen lassen. Nach sieben Zyklen von je sieben Jahren (7 × 7 = 49) erreichen wir das Jowel-Jahr (Jubeljahr) – das 50. Jahr, in dem das Land ebenfalls ruht. Dies führt zu zwei aufeinanderfolgenden Ruhejahren: dem 49. (dem Schmitajahr des siebten Zyklus) und dem 50. (dem Jubeljahr).
Warum heißt diese Parascha “Behar” (Auf dem Berg)?
Die Kommentatoren und Weisen fragen: Welcher Zusammenhang besteht zwischen diesem spezifischen Gebot – dem Schmita-Gebot – und Berg Sinai?
Schließlich wurde der allgemeine Gedanke des ruhenden Landes bereits zuvor in Parascha Mischpatim erwähnt. Warum wird er hier also ausführlicher wiederholt, und warum wird diese Parascha speziell “Behar” genannt?
Die Antwort liegt im Prinzip, das sie lehrt: So wie die Einzelheiten des Schmita-Gebots am Berg Sinai gegeben wurden, so wurden auch die Einzelheiten von alle Die Gebote wurden am Berg Sinai gegeben. Man sollte nicht glauben, dass die Tora nur allgemeine Regeln enthielt und die Weisen die Details später erfunden hätten. Das ist ein Irrtum.
Parascha Behar lehrt uns, dass sowohl die allgemeinen Prinzipien als auch die spezifischen Details jedes Gebots am Berg Sinai gegeben wurden. Manchmal sind die Details explizit in der Tora niedergeschrieben, manchmal werden sie nur angedeutet und später von den Weisen erläutert. Doch sie alle haben ihren Ursprung am Sinai.
Warum sind manche Gebote detailliert beschrieben, während andere eher verborgen bleiben oder nur angedeutet werden? Wir wissen es nicht immer. Das ist Gottes Wille. Doch die grundlegende Lehre besagt, dass jeder Teil der Tora – sowohl die allgemeinen als auch die spezifischen – vom Sinai stammt.
Warum das Schmitajahr als Beispiel verwenden?
Dies wirft eine weitere Frage auf: Warum wurde das Schabbatjahr als Beispiel für diese Lehre gewählt? Schließlich erscheint das Schabbatjahr als ein sehr spezifisches und begrenztes Gebot. Es gilt nur für das Land Israel und nur alle sieben Jahre. Die meisten Meinungen stimmen darin überein, dass es biblisch gesehen heute gar nicht mehr, sondern nur noch rabbinisch Anwendung findet.
Warum also diese Mizwa nutzen, um ein so grundlegendes Konzept des gesamten Judentums zu vermitteln?
Die tiefere Botschaft von Shmita
Lasst uns genauer hinsehen. Sechs Jahre lang bearbeiten wir das Land. Im siebten Jahr lassen wir das Land – und uns selbst – ruhen. Doch das Ziel ist nicht nur körperliche Ruhe. Es ist die spirituelle Wiederverbindung. Wir lösen uns von irdischer, alltäglicher Arbeit und konzentrieren uns auf Gott.
Dieser Zyklus lehrt uns Folgendes:
- Um wirklich mit Gott verbunden zu sein, Wir brauchen Momente der Abgrenzung von der materiellen Welt.
- Um ein sinnvolles Leben in der physischen Welt zu führen, Wir müssen tief in der Spiritualität verwurzelt sein.
Erst wenn wir uns Zeit nehmen, vom Arbeitsalltag abzuschalten und uns wieder mit unserem göttlichen Zweck zu verbinden, können wir uns auch wieder der Welt zuwenden. erhöhe es, anstatt davon verzehrt zu werden.
Anders ausgedrückt: Die sechs Arbeitsjahre sind wichtig – wir sollen uns in der Welt engagieren. Doch das siebte Jahr der spirituellen Besinnung ist ebenso wesentlich. Es gibt uns die Kraft und Klarheit, mit einem höheren Ziel an die Arbeit zurückzukehren.
Eine universelle Lektion
Diese Lehre ist universell gültig, auch wenn das Gebot des Schabbatjahres nicht für jeden praktisch anwendbar ist – beispielsweise nicht für jemanden, der in Argentinien lebt. Die spirituelle Botschaft hingegen gilt für jeden Einzelnen: Finde die Balance zwischen materiellen Angelegenheiten und spiritueller Besinnung. Sei in der Welt, aber nicht von der Welt. Arbeite mit der Welt, aber lass dich nicht von ihr versklaven.
Das ist der Kern des Judentums: die physische Welt zu verfeinern und gleichzeitig mit Gott verbunden zu bleiben. Deshalb nutzt die Tora das Schmitajahr, um den übergeordneten Punkt zu verdeutlichen, dass jedes Gebot – mit all seinen Details – vom Sinai stammt.
Ein Wort an Nichtjuden
Schließlich ist diese Lehre nicht nur für Juden relevant. Manche mögen denken, dass die Die sieben noachidischen Gesetze Die sieben Gebote für Nichtjuden sind lediglich allgemeine Prinzipien wie “Du sollst nicht töten” oder “Du sollst nicht stehlen”. Doch das ist nicht das ganze Bild.
Wie in Sefer HaChinuch, Insbesondere in Gebot 416 stellen diese sieben Gebote allgemeine Kategorien dar, die viele detaillierte ethische und spirituelle Anweisungen enthalten. Auch Nichtjuden sind aufgerufen, die Tiefe und den Reichtum dieser Gebote zu erforschen und sie nicht nur als vage Richtlinien zu behandeln.
Abschließend
Genau wie die Details von Shmita “Behar” genannt wurden — auf dem Berg Dasselbe gilt für alle Mizwot. Die Tora ist kein Buch vager Moralvorstellungen, sondern ein göttliches System. konkrete und sinnvolle Maßnahmen, allesamt verwurzelt in Berg Sinai.
Vortrag von Rabbi Tuvia Serber
Die obige Darstellung zeigt den gesprochenen Text, der in geschriebenen Text umgewandelt wurde.
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