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Die Lehren des Rebbe über die Rolle von Juden und Nichtjuden in der Welt

1977 hielt der Rebbe eine öffentliche Ansprache (Sicha), die später im Zusammenhang mit der Parascha Noach veröffentlicht wurde. Dieser Toraabschnitt wendet sich an die gesamte Menschheit, noch vor der Existenz des jüdischen Volkes. Die Kernaussage der Ansprache des Rebbe lautet:

“Die Vollständigkeit und Erfüllung eines Nichtjuden wird durch einen Juden erreicht.”

Diese Lektion gilt für Juden wie für Nichtjuden gleichermaßen:

Dies impliziert keine jüdische Überlegenheit, sondern unterstreicht vielmehr eine einzigartige spirituelle Rolle.

Das Gottesbild und die Menschenwürde

Der Rebbe beginnt mit einem Zitat Pirkei Avot (Sprüche der Väter):
“Der Mensch ist geliebt, weil er nach dem Bild Gottes geschaffen wurde.”

Dies wirft zwei wichtige Fragen auf:

  1. Bezieht sich “Mensch” nur auf Juden oder auf alle Menschen?
  2. Was bedeutet “das Bild Gottes”?

Einigen Kommentaren zufolge, darunter Tosafot Yom Tov, bezieht sich “Mensch” auf die gesamte Menschheit und betont damit, dass das Judentum Nichtjuden nicht als minderwertig betrachtet. Jeder Mensch besitzt eine intellektuelle Seele (nefesh ha'sichlit), aber es gibt einen grundlegenden Unterschied:

Bei dieser Unterscheidung geht es nicht um Intelligenz oder Weisheit, sondern um die Ausrichtung der Seele.

Die Rolle der Juden in der Welt

Der Rebbe bezieht sich auf Maimonides (Rambam), der lehrt, dass Moses den Auftrag erhielt, die ganze Welt in den Sieben Noachidischen Geboten zu unterweisen. Dies unterstreicht die Verantwortung der Juden, Nichtjuden in ihrer spirituellen Entwicklung zu begleiten.

Wenn wir das verstehen, sehen wir, warum Mischna Es richtet sich sowohl an Juden als auch an Nichtjuden. Die Botschaft ist universell: Juden sollen nicht in Isolation leben, sondern einen spirituellen Einfluss auf die Welt ausüben.

Das Wesen des Intellekts

Der Rebbe erklärt, dass der Intellekt von Natur aus nach Erkenntnis strebt, diese aber auf der Grundlage persönlicher Perspektiven und Annahmen trifft. Dies kann zu unterschiedlichen, manchmal sogar widersprüchlichen Schlussfolgerungen führen.

Die Geschichte hat gezeigt, dass reiner Intellekt, wenn er von moralischer und spiritueller Orientierung losgelöst ist, destruktive Ideologien rechtfertigen kann – wie etwa die intellektuellen Rechtfertigungen für die Gräueltaten Nazideutschlands.

Der Rebbe unterscheidet zwischen jüdischem und nichtjüdischem Intellekt:

Dies ist kein moralisches Urteil, sondern vielmehr ein Unterschied in Funktion und Zweck.

Der Zweck dieser Unterschiede

Der Rebbe betont, dass auch Nichtjuden, die ethische und moralische Prinzipien befolgen, spirituelles Wachstum erlangen können. Wahre Weisheit erlangt man jedoch erst, wenn man die göttlichen Gebote nicht nur logisch, sondern als Gottes Willen erkennt, wie es Moses gelehrt wurde. Laut Rambam findet man nur dann Zugang zu einer absoluten Quelle der Wahrheit.

Schlussfolgerung

Die Botschaft des Rebbe ist eindeutig:

  1. Alle Menschen sind nach dem Bild Gottes geschaffen – sowohl Juden als auch Nichtjuden.
  2. Juden haben eine einzigartige spirituelle Rolle und die Verantwortung, die Welt zu erheben.
  3. Auch Nichtjuden können spirituelles Wachstum erlangen, ihre letztendliche Erfüllung ist jedoch mit der jüdischen Führung verbunden.

Dies steht im Einklang mit der umfassenderen Vorstellung, dass sich die Welt auf das Kommen vorbereitet. Messias—eine Zeit, in der die gesamte Menschheit, Juden wie Nichtjuden, einen höheren Bewusstseinszustand und spirituelle Erfüllung erreichen wird.

Der Blog wurde von Angelique Sijbolts als Zusammenfassung des Unterrichts von Rabbi Tuvia Serber erstellt.
Vielen Dank an Rabbi Tuvia Serber für seine inspirierenden Lehren und sein Feedback zum Blog sowie zur kostenlosen Übersetzung der Sicha.

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