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Von Rabbi Tuvia Serber. In der Tora-Lesung dieser Woche erfahren wir von den Kundschaftern, die ins Land Israel gesandt wurden. Ihr Bericht führte zu einer großen Rebellion gegen Mose und Gott, woraufhin Gott beschloss, dass das ganze Volk 40 Jahre lang in der Wüste umherirren sollte. Was war das Problem mit den Kundschaftern?


Parshat Schelach beginnt mit einer dramatischen und entscheidenden Episode in der Tora: der Geschichte der Kundschafter. Dieser Abschnitt trägt den Titel Schelach, Bedeutung “"Schicken"”, wie Gt Moshe Rabbeinu anweist, Gesandte – zwölf angesehene Anführer, je einen aus jedem Stamm – zur Erkundung des Landes Israel zu entsenden.

Die Mission und der Bericht

Dies waren keine gewöhnlichen Männer. Die Tora beschreibt sie als “kulam anashim”—große Persönlichkeiten, Anführer ihrer jeweiligen Stämme. Ihre Mission bestand nicht darin, den Wert des Landes in Frage zu stellen, sondern seine Geographie, seine Bewohner und den besten Weg, es zu betreten und zu erobern, zu beurteilen.

Nach ihrer Rückkehr brachten die Spione erstaunliche Beweise für den Reichtum des Landes mit: riesige Früchte und einen Bericht, der bestätigte, dass es tatsächlich fruchtbar war. “Ein Land, in dem Milch und Honig fließen.”

Doch dann kam die Wendung.

Zehn der zwölf Kundschafter fügten ein erschreckendes Detail hinzu: Die Bewohner des Landes seien Riesen, Krieger von ungeheurer Stärke. Sie behaupteten, es sei unmöglich, das Land zu erobern – und gingen sogar so weit, anzudeuten, dass Nicht einmal Gott könnte sie herbeiführen. Dieser Bericht löste Angst, Verzweiflung und letztendlich eine Rebellion unter dem Volk aus.

Die Folgen der Angst

Die Folgen waren verheerend. Die Israeliten schrien, nach Ägypten zurückkehren zu dürfen und verwarfen damit das von Gott verheißene Schicksal. Gott bestimmte, dass die Generation, die Ägypten verlassen hatte – alle zwischen 20 und 60 Jahren –, das Land Israel nicht betreten sollte. Sie sollten 40 Jahre lang in der Wüste umherirren, bis diese Generation vorüber war.

Diese Tragödie ereignete sich am 9. Av (Tischa B'Av), ein Tag, der später in der jüdischen Geschichte zu einem Tag der nationalen Trauer werden sollte.

Der Überlieferung nach gruben die Menschen an jedem Tischa Be'Av während dieser 40 Jahre ihre eigenen Gräber und legten sich hinein. Jedes Jahr erwachten diejenigen, die sterben sollten, nicht mehr, und die Übrigen gingen ins Jenseits.

Was ist schiefgelaufen?

Uns bleibt eine wichtige Frage: Was ist schiefgelaufen? Diese Spione waren keine bösen Männer. Sie waren spirituelle Giganten und Stammesführer. Wie konnten sie so tief fallen?

Eine einfache Antwort wäre vielleicht: Ihnen fehlte der Glaube. Schließlich lehrt der Talmud, dass sie sagten, selbst Gott könne sie nicht ins Land bringen. Aber die Chassidisch und Kabbalistisch Die Tradition bietet einen viel tieferen Einblick.

Die spirituelle Versuchung der Wüste

Die Spione wollten nicht aus Faulheit oder Arbeitsangst in der Wüste bleiben. Im Gegenteil, sie fühlten sich von ihr angezogen. spirituelle Reinheit des Wüstenlebens. In der Wüste waren sie von Wolken der Herrlichkeit umgeben, wurden mit Manna vom Himmel genährt und tranken Wasser aus dem wundersamen Brunnen Mirjams. Das Leben wurde direkt von Gott erhalten.

Spirituell gesehen war es perfekt. Es gab keine Notwendigkeit zu pflügen, zu säen oder sich abzumühen. Sie konnten sich auf Studium, Gebet und die Verbindung zum Göttlichen konzentrieren – ungestört vom Lärm des materiellen Lebens.

Sie fürchteten, dass der Eintritt in das Land den Abstieg aus diesem erhabenen, spirituellen Zustand bedeuten würde. Die Arbeit auf dem Land, die Auseinandersetzung mit Politik, Wirtschaft und dem täglichen Überleben – all dies würde sie von ihren spirituellen Zielen ablenken.

Eine Generation von Wörtern

Deshalb werden sie in mystischen Texten manchmal als “die Generation der Midbar”—die Wüste. Das hebräische Wort Mittelbar (Wüste) teilt eine Wurzel mit dibur (Rede). Sie waren eine Generation der Worte – spirituell, erhaben, abstrakt.

Doch Gott hat die Welt nicht nur um der Worte willen erschaffen. Er hat die Welt erschaffen, damit sie sich wandelt.

Von der Mystik zur Mission

Der letztendliche Zweck der Schöpfung besteht nicht darin, der physischen Welt zu entfliehen, sondern darin, Geben Sie es vollständig ein und es heiligen. Das ist die Bedeutung von “Betreten des Landes”. Die Spione konnten diese Mission nicht annehmen. Sie wollten in den spirituellen Höhen der Wüste verharren, doch Gottes Plan sah vor, dass Himmel und Erde sich vereinen sollten.

Daher konnten sie ihre Rolle nicht erfüllen. Eine neue Generation war nötig – eine, die bereit war, Lebe im Land, bearbeite das Land und offenbare Gott im Land.

Die Lehre für uns

Diese Geschichte handelt nicht nur von antiker Geschichte. Sie ist eine zeitlose Lehre.

Wir alle kennen Momente, in denen wir lieber in unserer Komfortzone bleiben – lernen, nachdenken, reden, meditieren. Doch Gott verlangt mehr von uns. Er fordert uns auf, tun.

Man kann jemanden lieben, doch solange diese Liebe nicht durch Taten zum Ausdruck kommt, bleibt sie abstrakt. Ebenso muss unsere Verbindung zu Gott durch Gebote, durch Taten der Güte und durch ein würdevolles Miteinander in der Welt gelebt werden.

Es genügt nicht, sich in Worten zu ergehen. Wir müssen das Land betreten und es göttlich machen.

Aufruf zum Handeln:
Wenn wir über Parascha Schelach nachdenken, mögen wir den Mut haben, spirituelle Selbstzufriedenheit hinter uns zu lassen, die Herausforderungen der materiellen Welt anzunehmen und sie in eine Wohnstätte für Gt zu verwandeln.

Vortrag von Rabbi Tuvia Serber


Die obige Darstellung zeigt den gesprochenen Text, der in geschriebenen Text umgewandelt wurde.

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