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Ethik der Rede im jüdischen Recht

In der jüdischen Tradition ist das Sprechen über andere mit schädlicher Absicht bekannt als Lashon Hara, Negatives Denken gilt als schädlich – nicht nur für die Person, über die gesprochen wird, sondern auch für den Sprecher selbst. Selbst wenn die andere Person keinen Schaden erleidet, schadet sich der Sprecher selbst, indem er sich auf Negativität einlässt. Positives Denken über andere führt zu einem glücklicheren Leben.

Es gibt zwei Formen von Lashon Hara:

Was als abwertend empfunden wird, ist oft subjektiv und hängt vom Kontext, dem Tonfall und der Absicht des Sprechers ab. Beispielsweise kann die Bemerkung “Sie ist groß” in manchen Kulturen oder Kontexten als beleidigend aufgefasst werden, in einer anderen Situation jedoch als Kompliment.

Im jüdischen Recht gibt es vier wichtige Bedingungen, die bestimmen, ob die Weitergabe von Informationen schädlich ist:

  1. Der Sprecher darf keine negativen Absichten haben. Wenn der Sprecher selbst eine negative Einstellung zu den Informationen hat, sollten diese nicht weitergegeben werden.
  2. Der Zuhörer darf die Person nicht negativ beurteilen. Selbst wenn der Sprecher keine böse Absicht hat, muss er deutlich machen, dass der Zuhörer die Information positiv interpretieren wird.
  3. Die Informationen dürfen nicht geheim sein. Wenn die betroffene Person nicht möchte, dass ihre privaten Informationen weitergegeben werden, dürfen diese nicht ohne ihre Zustimmung weitergegeben werden. Dies gilt insbesondere für sensible Angelegenheiten wie psychische Erkrankungen oder persönliche Ereignisse wie eine Scheidung.
  4. Der Zuhörer muss weise und bescheiden sein (Chacham und Tsanua). Der Zuhörer muss die Informationen ohne Dramatisierung oder Sensationsgier aufnehmen können. Er muss die möglichen Konsequenzen für die Person, über die gesprochen wird, verstehen.

In der jüdischen Tradition wird ein geeigneter Zuhörer als bezeichnet Chacham Tsanua. Chacham Es bedeutet ‘weise’ und bezeichnet jemanden, der sowohl Wissen besitzt als auch die Weisheit, von jedem zu lernen. Solche Menschen verstehen die Konsequenzen ihrer Worte und handeln vorausschauend.

Tsanua ‘Bescheidenheit’ wird oft mit „Bescheidenheit“ übersetzt, beschreibt aber jemanden, der nicht nach Bestätigung von außen sucht. Solche Menschen besitzen Selbstbewusstsein und Respekt, wodurch sie Informationen diskret behandeln, da sie diese nicht zur Schau stellen müssen, um Aufmerksamkeit zu erregen.

Beispielsweise sollte die Weitergabe persönlicher Informationen, wie einer Scheidung oder einer Diagnose einer psychischen Erkrankung, stets mit Sorgfalt, Zustimmung und dem konstruktiven Ziel erfolgen, Schaden zu vermeiden.

Schlussfolgerung

Es gibt Dinge, die man nicht über jemanden sagen darf, weil Gott sie als schädlich definiert hat. Man darf zum Beispiel niemanden ohne triftigen Grund als Dieb bezeichnen. In vielen Angelegenheiten überlässt die Tora die Entscheidung jedoch unserem Urteilsvermögen – wie wir die Person sehen, wie der Zuhörer die Aussage interpretiert, ob es sich um ein Geheimnis handelt und ob der Zuhörer die Weisheit und Selbstbeherrschung besitzt, angemessen damit umzugehen. Wenn diese vier Bedingungen erfüllt sind, spricht nichts dagegen, über jemanden zu sprechen. Wie Rabbi Salasnik jedoch erwähnte, können viele Situationen problematisch sein, und es ist oft besser, negative Äußerungen über andere zu vermeiden, es sei denn, man ist sich sicher, dass alle vier Bedingungen erfüllt sind.

Vortrag von Rabbi Menachem Salasnik


Die obige Darstellung zeigt den gesprochenen Text, der in geschriebenen Text umgewandelt wurde.

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