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Dieser kurze Kurs erklärt die Bedeutung der Worte Lag BaOmer und erzählt eine Geschichte von Rabbi Shimon Bar Yochai mit einer wichtigen Lehre.



THeute ist ein ganz besonderer Tag im jüdischen Kalender, der heißt Lag BaOmer. Es ist der 18. Tag des hebräischen Monats Ijar und hat eine tiefe spirituelle Bedeutung.

Der Begriff Verzögerung ist eigentlich kein Wort – es repräsentiert eine Zahl. Im Hebräischen haben Buchstaben numerische Werte: der Buchstabe Lamed steht für 30, und der Buchstabe Gimmel steht für 3. Daher ist “Lag” gleich 33 und markiert den 33. Tag der Zählen des Omer.

Was ist das Omer?

Omer ist die Bezeichnung für ein bestimmtes Maß – genau wie Kilogramm oder Liter. Es bezieht sich auf ein Maß für Gerstenmehl. Nach dem Feiertag von Pessach (Passahfest), zur Zeit des Heiligen Tempels (Beit HaMikdash), eine spezielle Gerstenmehlsorte namens Omer wurde dargebracht. Dieses Opfer erlaubte es dem Volk, von der neuen Getreideernte jenes Jahres zu essen.

Vom Tag dieses Opfers an lehrt uns die Tora, 49 Tage zu zählen, bis zum 50. Tag, dem Feiertag. Schawuot. Dieser Zählzeitraum wird als der Zählen des Omer, weil es mit dem Darbringen des Omer beginnt.

Warum ist der 33. Tag —Lag BaOmer-Besonders?

An diesem Tag ereigneten sich mehrere wichtige Dinge, und ich werde die wichtigsten Punkte kurz zusammenfassen.

1. Das Ende einer Seuche unter den Schülern von Rabbi Akiva

Um das Jahr 120 n. Chr., Rabbi Akiva, Ein großer Weiser hatte 24.000 Schüler. Unsere Weisen berichten, dass in einem bestimmten Jahr eine verheerende Seuche ausbrach und alle seine Schüler zwischen Pessach und Schawuot starben. Infolgedessen wurde diese Zeit mit Trauer verbunden – keine Feiern, Hochzeiten oder Haarschnitte.

Jedoch, am 33. Tag, die Pest gestoppt. Das ist einer der Gründe, warum Lag BaOmer ein Tag zum Feiern ist.

2. Der Tod von Rabbi Schimon Bar Jochai

Ein weiterer Grund, warum wir diesen Tag feiern, ist der Tod von Rabbi Shimon Bar Yochai, einer der verbleibenden (oder späteren) fünf Schüler von Rabbi Akiva. Er hatte ausdrücklich darum gebeten, dass der Tag seines Todes mit Freude, nicht Traurigkeit.

Warum sollte man an seinem Todestag feiern? Weil Rabbi Schimon an diesem Tag das Licht der Welt erblickte. höchste Stufen spirituellen Verständnisses, insbesondere in den Geheimnissen der Tora (Rasen), später im Zohar aufgezeichnet.

Eine Geschichte und eine Lehre von Rabbi Schimon

Rabbi Schimon war ein erbitterter Gegner der römischen Herrschaft, und schließlich begannen die Römer, ihn zu verfolgen. Um zu entkommen, flohen Rabbi Schimon und sein Sohn, Rabbi Elazar, versteckte sich in einer Höhle – für 12 Jahre. In dieser Zeit besaßen sie nichts außer den Kleidern am Leib, einer Wasserquelle und einem Johannisbrotbaum. Alles, was sie taten, war Lerne die Tora Tag und Nacht.

Nach zwölf Jahren verließen sie die Höhle. Doch als Rabbi Schimon die Menschen bei der Arbeit sah – beim Pflügen der Felder, beim Säen –, war er voller Zorn. Nachdem er zwölf Jahre lang allein Gott und der Tora gewidmet hatte, konnte er nicht verstehen, wie die Menschen sich mit so alltäglichen Dingen beschäftigen konnten. Jeder Ort, den er ansah, war … verbrannt—schon sein Blick allein war zerstörerisch.

Dann ertönte eine Stimme vom Himmel:
“Rabbi Schimon, du zerstörst meine Welt!”
Und so kehrten er und sein Sohn für einen weiteren Besuch in die Höhle zurück. 12 Monate.

Warum 12 Monate? Weil in der jüdischen Tradition das härteste Urteil im Monat … Gehinnom (Ein spiritueller Reinigungsprozess) dauert nicht länger als 12 Monate. Rabbi Shimon und sein Sohn waren der Ansicht, dass sie eine Art Reinigung durchlaufen müssten – weil sie den Wert der Menschen, die in der physischen Welt tätig sind, nicht verstanden hatten.

Als sie nach diesen 12 Monaten wieder auftauchten, Rabbi Shimons Perspektive hatte sich verändert. Anstatt andere zu verurteilen, fragte er:
“Was kann ich tun, um jemand anderem zu helfen?”

Die tiefere Lektion

Rabbi Shimon verbrachte 12 Jahre in der Höhle und erreichte unglaublichen Grad an Heiligkeit. Und dennoch erkannte er, dass etwas fehlt, wenn die eigene Heiligkeit dazu führt, dass man auf andere herabschaut, anstatt sie zu erheben.

Wahre Heiligkeit bedeutet nicht, über anderen zu stehen. Es geht darum sich nach unten strecken anderen und ihnen dabei zu helfen, sich zu entwickeln. Das ist die Jüdischer WegNicht Verurteilung, sondern Mitgefühl. Nicht Trennung, sondern Verbundenheit.

Rabbi Shimons zweiter Aufenthalt in der Höhle lehrte ihn, dass selbst der spirituellste Mensch die physische Welt und die Menschen, die in ihr leben, wertschätzen, verstehen und erheben kann.

Heute also, am 33. Tag des Omer –Lag BaOmer—wir erinnern uns:

Im Verdienst von Rabbi Shimon möge jeder Mensch die Segnungen empfangen, die er wahrlich verdient – und sogar jene, die er vielleicht noch nicht verdient –, denn Rabbi Shimon hatte die Macht, alle Menschen zu Gott und zum Guten zu erheben.

Chag Sameach – Ein frohes Lag BaOmer an alle!

Vortrag von Rabbi Tuvia Serber


Die obige Darstellung zeigt den gesprochenen Text, der in geschriebenen Text umgewandelt wurde.

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